Do, 16. August 2018

Bei rechtem Kongress

19.07.2017 16:30

Verwendete FPÖ-Politiker antisemitische Codes?

Die FPÖ sieht sich - wieder einmal - mit dem Vorwurf konfrontiert, sie würde sich antisemitischer Codes bedienen. Dabei hat der "Standard" auf eine Rede des FPÖ-Abgeordneten Johannes Hübner verwiesen, in der es um den Schöpfer der österreichischen Bundesverfassung ging.

Bei einem Auftritt im Juni vor der seltsam beleumundeten "Gesellschaft für freie Publizistik" soll Hübner über den Schöpfer der österreichischen Verfassung, Hans Kelsen, gesagt haben, dass dieser "eigentlich Hans Kohn" heiße. Das ist insofern von Bedeutung, weil Kohn ein verbreiteter jüdischer Familienname ist. Kelsen hieß nicht Kohn, wurde aber von einem anderen Staatsrechtler in den 1930er-Jahren öffentlich so genannt. Auch Anfang der 1960er-Jahre tauchte diese Kohn-Version in den Vorlesungen des antisemitischen Universitätsprofessors Taras Borodajkewycz wieder auf.

Hübner: "Sturm im Wasserglas"
Auch andere eigenartige Formulierungen soll der FPÖ-Abgeordnete bei seinem Vortrag im Juni verwendet haben, berichtet der "Standard" unter Berufung auf einen Mitschnitt. Hübner hat die Vorwürfe, er würde sich antisemitischer Codes bedienen, am Mittwoch als "Sturm im Wasserglas" bezeichnet. Er verwahre sich gegen "diese Infamie", ließ der außenpolitische Sprecher der Freiheitlichen in einer Aussendung wissen.

Kronen Zeitung, krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.