Mi, 17. Oktober 2018

Historischer Coup

13.07.2017 18:47

YES! Marach nach Mega-Thriller im Wimbledon-Finale

War das ein Thriller! Oliver Marach steht nach einem viereinhalbstündigen Mega-Krimi im Doppel-Finale von Wimbledon! Der Österreicher gewann am Donnerstag mit seinem kroatischen Partner Mate Pavic gegen das kroatische Duo Nikola Mektic/Franko Skugor mit 4:6, 7:5, 7:6, 3:6 und 17:15. Marach, der am Sonntag 37 Jahre jung wird, bestritt sein insgesamt zweites Major-Halbfinale nach 2009. Im 38. Versuch bei einem Major hat es nun mit dem ersten Doppel-Endspiel für den Steirer geklappt.

Im Endspiel am Samstag geht es nun gegen das polnisch-brasilianische Gespann Lukasz Kubot/Marcelo Melo (4). Mit Kubot hatte Marach einige Jahre erfolgreich agiert - fünf Turnier-Siege holte Marach mit Kubot. An der Seite des Polen stürmte er 2009 auch bis ins Halbfinale der Australian Open. Diesen Erfolg übertraf der Steirer nun acht Jahre später in London. Dabei hatte sich Marach, dem im vergangenen März Doppel-Partner Fabrice Martin (FRA) abhandengekommen war, mit Pavic erst Anfang Juni zusammengesetzt und über die Zukunft gesprochen. Bis Stuttgart war es für das Duo nicht nach Wunsch gelaufen, doch dann erreichten die beiden die Endspiele der Rasenturniere in Stuttgart und Antalya.

Turnier im Zeichen von Handgelenksverletzung
In Letzterem musste Marach allerdings aufgeben, weil ihn eine Handgelenksverletzung zu sehr schmerzte. Für Wimbledon war der Routinier erst dank diverser Behandlungen, die er auch noch während des Turniers fortsetzen musste, fit. Am Donnerstag bewies er jedoch Ausdauer. Im entscheidenden fünften Satz gelang Mektic/Skugor zunächst ein Break, Marach/Pavic antworteten jedoch erfolgreich mit einem Rebreak. Danach brachten die Kontrahenten ihre Aufschlagspiele bis ins 32. Game dieses Satzes durch. Nach über viereinhalb Stunden nutzten Marach/Pavic den ersten Matchball.

Marach: "Ich spüre mich gar nicht mehr"
"Ins Finale zu kommen, ist ein Wahnsinn, das ist mein größter Erfolg", betonte der Steirer. Es war nicht sein längstes Match ("In Australien war ich mehr als fünf Stunden auf dem Platz"), die Strapazen waren aber groß. "Ich spüre mich gar nicht mehr", sagte Marach. "Der linke Haxn ist weg und der rechte zittert ein wenig." Die Handgelenksblessur habet sich im Lauf des Turniers dank der Behandlungen gebessert. "Ich kann voll spielen, nehme aber Schmerztabletten", sagte Marach. So gelangen ihm und seinem Partner auch im fünften Satz noch starke Aufschläge. "Es war nur noch Nervensache. Im letzten Game haben sie einen leichten Fehler gemacht und uns sind zwei gute Returns gelungen."

Und zum Finale gegen Kubot/Melo? "Sie sind heuer das beste Doppel, haben auf Rasen Hertogenbosch und Halle gewonnen. Wir haben nichts zu verlieren, aber wir müssen unser bestes Tennis abrufen, um zu gewinnen", sagte Marach.

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