Mi, 12. Dezember 2018

In Dänemark

03.07.2017 10:09

Tierschützer: "'Iceberg' wurde nicht begnadigt!"

Laut dem italienischen Außenminister Angelino Alfano ist die zweijährigen Dogo-Argentino-Hündin "Iceberg" auch dank seines Einsatzes vor der Einschläferung gerettet worden. Der Hund sollte den strengen dänischen Listenhund-Gesetzen zum Opfer fallen. Die freudige Nachricht ging um die Welt - doch Tierschützer dementieren jetzt die Angaben des Politikers.

Die Begnadiung von "Iceberg" sei eine Falschmeldung, so die Organisation "Fair Dog", die sich speziell gegen die dänischen Listenhund-Gesetze starkmacht: "'Iceberg' sitzt noch immer in einer Pension ohne Kontakt zu seinem Herrchen und eine Freilassung ist derzeit nicht in Sicht!" Im Fall der Hündin sei keineswegs eine Lösung in Sicht - erst im Oktober 2017 kann im dänischen Parlament über "eventuelle Änderungsvorschläge" abstimmen. "Wir kämpfen immer noch um das Leben von Iceberg und ihre vorzeitige Freilassung", so Fair Dog auf Facebook.

Nach Rauferei angezeigt
Die Hündin war im Mai mit ihrem 23-jährigem italienischen Besitzer in Kopenhagen gelandet, der einen Job als Küchenchef in einem Restaurant erhalten hatte. Die Flughafenbehörden hatten die Einreise des Hundes nicht verhindert, obwohl Dogo Argentinos in Dänemark als gefährlich gelten und verboten sind. Bei der dänischen Polizei wurde "Iceberg" nach einer Rauferei mit einem anderen Hund auf der Straße gemeldet. Beim Versuch, die Hunde zu trennen, hatte sich ein Mann leicht verletzt. Die Behörden verfügten daraufhin die Einschläferung der Hündin, da die Rasse im Land verboten ist.

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