So, 21. Oktober 2018

Nur 4,3 % Gegner:

11.06.2017 20:41

Streit am Kofel ist entschieden: Station bleibt

Knapp 53.000 Innsbrucker hätten unterschreiben müssen, um eine Verlegung der Bergstation der Kofelbahn um 70 Meter zu erzwingen. Unterschrieben hat letztlich nur ein Bruchteil davon: 5605 Personen nahmen an der Abstimmung teil. 4456 unterstützten die Initiative, 1108 sprachen sich dagegen aus, 41 stimmten ungültig ab. Damit ist die Verlegung der Station vom Tisch. Die Stadt und der Alpenverein wollen zurück an den Verhandlungstisch.

In der Initiative, die im März eingereicht wurde und innerhalb des vorgegebenen Zeitraums die notwenigen 2.000 Unterschriften erreichte, wurde eine Verlegung der Bergstation der neuen Patscherkofelbahn um 70 Meter gefordert. Inhalt sowie Text sind vom Alpenverein vorgegeben und formuliert worden, nicht von einer Behörde oder einem politischen Gremium, wurde vonseiten der Stadt festgehalten.

Mehrheit bei weitem nicht erreicht

Nach Auszählung der abgegebenen Stimmen steht fest, dass 5605 Personen an der Abstimmung teilgenommen haben. 4456 unterstützten die Initiative, 1108 sprachen sich dagegen aus, 41 stimmten ungültig ab. Damit ist die erforderliche Mehrheit für die geforderten  Maßnahmen für die Verlegung der Station nicht erreicht.

AV-Präsident Ermacora: Hätte mir mehr erwartet

"Ich sehe in dem Ergebnis keine Niederlage", sagte Alpenvereins-Präsident Andreas Ermacora. "Man kann jetzt sicher nicht sagen, 100.000 Innsbrucker unterstützen das Seilbahnprojekt der Stadt am Patscherkofel". Er nehme das Ergebnis zur Kenntnis, "ich hätte mir aber mehr erwartet".  Beim Start der Initiative vor einigen Monaten habe die Hoffnung bestanden, die Stadt könnte einlenken. "Jetzt zeigt sich: Am Berg wird gebaut, da sagten sich die Leute, das bringt jetzt eh nix mehr, bei der Volksbefragung hinzugehen."

Verhandlungen gehen weiter

"Auch mit diesem Ergebnis möchten wir jedenfalls die Verhandlungen mit dem Alpenverein fortsetzen und setzen weiterhin auf eine konsensuale Lösung so wie mit allen Partnern am Berg", erklärt BürgermeisterinChristine Oppitz-Plörer. Auch Ermacora betonte seine Verhandlungsbereitschaft. Am 20. Juni soll es die nächste Gesprächsrunde mit der Stadt geben.

Stadt könnte Schutzhaus sanieren und ausbauen

In den Verhandlungen geht es darum, eine Lösung für das Schutzhaus am Patscherkofel zu finden, das durch den Seilbahnneubau dauerhaft beeinträchtigt wird. Die Stadt hat angeboten, unter bestimmten Bedingungen das Schutzhaus des Alpenvereins zu sanieren und die Terrasse zu erweitern, sodass die Aussicht auch künftig gegeben ist.

Philipp Neuner, Kronenzeitung

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tirol
Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.