Mi, 17. Oktober 2018

20 Monate bedingt

24.05.2017 15:49

Gut-Aiderbichl-Chef von Ex-Pfleger erpresst

Ein Erpresserbrief hat einen Ex-Pfleger von Gut-Aiderbichl-Gründer Michael Aufhauser in das Landesgericht Salzburg gebracht. Von Gnadenhöfe-Chef Dieter Ehrengruber hatte der Verfasser Bares gefordert und gedroht, die Medien einzuschalten. Die Richterin fällte nun einen Schuldspruch: 20 Monate Haft auf Bewährung.

Aussage gegen Aussage stand es nach dem ersten Prozesstag Ende März. Eine Zeugin wurde nun angehört - die Assistentin von Ehrengruber. Sie war im September 2016 dabei, als der Aiderbichl-Chef das Schreiben mit Fotos des erkrankten Michael Aufhauser öffnete: "Das hat uns den Atem stocken lassen."

Angeklagter plädierte auf "nicht schuldig"
Sie untermauerte die Version von Ehrengruber - Verteidiger Kurt Jelinek hatte die Echtheit des maschinell geschriebenen Briefes bezweifelt. Der angeklagte 44-Jährige betonte, diesen handschriftlich und mit anderen Worten geschrieben zu haben, und plädierte deshalb auf "nicht schuldig".

Für Richterin Katrin Pernestetter reichten die objektiven Beweisergebnisse - der Brief und mehrere davor verschickte SMS - für eine Verurteilung aus: "Es gibt keine Beweise, dass der Brief ausgetauscht worden ist." Auch ein Vorsatz sei gegeben. Urteil: 20 Monate bedingte Haft. Nicht rechtskräftig.

Kronen Zeitung

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.