Mi, 23. Jänner 2019

Tragödie in Belgien

18.05.2017 14:12

Baby nach Umstellung auf "Superfood" verhungert

Ohne einen Arzt zu konsultieren, haben belgische Eltern die Ernährung ihres sieben Monate alten Babys auf sogennantes Superfood umgestellt - mit fatalen Folgen. Der kleine Lucas starb laut medizinischem Gutachten an "pathologischer Unterernährung". Die Eltern müssen sich nun vor Gericht verantworten. Es drohen 18 Monate Haft.

Wie belgische Medien berichteten, stillte die Mutter anfangs den Buben, was er allerdings nicht vertragen habe. Ohne medizinischen Rat einzuholen, diagnostizierten die Eltern eine Laktose- und Glutenintoleranz. Peter S. (34) und Sandrina V. (30) stellten daraufhin die Ernährung ihres Sohnes auf Milchersatzprodukte wie Quinoa, Buchweizen, Hafer und Reis um. Die Nahrungsmittel kamen aus ihrem eigenen Naturkostladen.

Erst zu Homöopath, dann erst ins Spital gefahren
Vor Gericht berichtete die Mutter unter Tränen, dass das Kind nach der Ernährungsumstellung abwechselnd zu- und abgenommen habe. Als sich ihr Sohn immer wieder übergab, gingen die Eltern zu einem Homöopathen. Lucas war da bereits dehydriert und wog nur noch halb so viel wie für sein Alter üblich. Als sie ins Krankenhaus fuhren, war es für den Buben schon zu spät. Lucas starb laut Gutachten an "pathologischer Unterernährung".

Der Staatsanwalt warf den Eltern vor Gericht vor, dass sie mit ihrer Vorstellung von Medizin für den Tod ihres Kindes verantwortlich seien. Das Urteil soll am 14. Juni fallen.

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