19.04.2017 16:22 |

Bauern sparen

Landmaschinen-Händler verzeichnen kräftiges Minus

Wetterkapriolen, niedrige Rohstoffpreise, unterdurchschnittliche Ernteerträge: Die Landwirtschaft befindet sich in einem tiefschürfenden Strukturwandel. Geht’s den Bauern schlecht, bekommen das auch andere zu spüren: So muss etwa die Landmaschinen-Branche derzeit herbe Verluste einstecken.

Die Zeiten, in denen das Geld mit zwei Händen ausgegeben wurde, sind für viele Bauern längst vorbei. Im Gegenteil: Um zu überleben, muss in vielen Betrieben jeder Cent zweimal umgedreht werden. Ohne Schulden geht eigentlich heute gar nichts mehr.

Kommt zu der ohnehin schon angespannten Situation noch eine weitere Belastung - wie etwa die Frostkatastrophe im Vorjahr -, herrscht höchste Alarmstufe: "Für uns war das Ereignis existenzbedrohend", war der Satz, den man in diesem Zusammenhang oft gehört hat. Um irgendwie über die Runden zu kommen, haben die meisten eines gemacht: geplante Investitionen hintangestellt. Vor allem die Landmaschinen-Branche traf das hart: "Das letzte Jahr war äußerst herausfordernd. Die Umsatzeinbrüche waren massiv, wir reden von Prozentzahlen im zweistelligen Bereich", sagt Philipp Gady von der Sparte Fahrzeughändler in der steirischen Wirtschaftskammer.

Bauern gaben um 50 Millionen Euro weniger aus
Auch Martin Rinner von der Landwirtschaftskammer kennt das Ausmaß der Misere: "Logisch, dass bei einem Schaden von 200 Millionen Euro allein im steirischen Obst- und Weinbau weniger Investitionen getätigt werden. Laut Schätzungen haben die Bauern in den vergangenen zwölf Monaten um 50 Millionen Euro weniger für Landmaschinen und Betriebsmittel in die Hand genommen."

Bei den Händlern macht sich nun aber schon wieder Optimismus breit: "Die Stimmung hellt sich auf. Wir gehen davon aus, dass wir uns noch heuer auf das Niveau vor der Frostkatastrophe einpendeln können", sagt Gady.

Barbara Winkler, Kronen Zeitung

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