Trauertag am 9. Jänner

Alle 40 Todesopfer von Crans-Montana identifiziert

Ausland
04.01.2026 22:55

Nach der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana sind nun alle 40 Todesopfer identifiziert. Das jüngste ist eine 14-jährige Schweizerin. Viele andere waren 16 Jahre alt, wie die Polizei des Kantons Wallis am Sonntag mitteilte.

Laut Schweizer Medien war das älteste Todesopfer ein 39-jähriger Franzose.
Die Menschen kamen demnach vor allem aus der Schweiz (22), aus Frankreich (8) und Italien (6). Weitere Opfer hatten die portugiesische, belgische, rumänische und türkische Staatsbürgerschaft. Die Identifikation führten unter anderem die Polizei Wallis und das Institut für Rechtsmedizin durch. Die Arbeiten hatten sich aufgrund der schweren Verbrennungen als schwierig gestaltet. Nach der Identifikation werden die Leichen nun an ihre Familien übergeben.

Weitere Angaben machte die Polizei am Sonntag auch zu den 119 Verletzten: Viele von ihnen seien weiter in einer kritischen Phase, hieß es. Bei sehr schweren Verbrennungen, wie es hier der Fall ist, treten Symptome wie Organversagen erst nach 48 Stunden auf. Zudem wächst das Risiko von Infektionen, weil das überforderte Immunsystem geschwächt ist. Erst wenn die Risiken minimiert sind, beginnen die ersten von zahlreichen Operationen, um die verbrannte Haut zu entfernen und zu ersetzen – idealerweise mit Haut von anderen Körperstellen, die unversehrt blieben. 

Nach der Katastrophe herrscht Trauer im Skiort Crans-Montana.
Nach der Katastrophe herrscht Trauer im Skiort Crans-Montana.(Bild: AP/Antonio Calanni)
In dieser Bar war das Feuer in der Silvesternacht ausgebrochen.
In dieser Bar war das Feuer in der Silvesternacht ausgebrochen.(Bild: AFP/ROBIN MILLARD)
40 Menschen sind gestorben, viele weitere kämpfen in Krankenhäusern um ihr Leben.
40 Menschen sind gestorben, viele weitere kämpfen in Krankenhäusern um ihr Leben.(Bild: AP/Antonio Calanni)

50 Plätze in anderen Ländern angefragt
Mehrere Patientinnen und Patienten sind inzwischen in andere Länder wie Deutschland verlegt worden. Die Schweiz hat nicht genügend Kapazitäten, um alle Verletzten langfristig zu behandeln, und hat daher 50 Plätze angefragt, überwiegend in Nachbarländern. Auch in Belgien, Frankreich und Italien werden etwa Verletzte der Brandkatastrophe behandelt. Für den Transport wurden Ambulanzflugzeuge und -helikopter eingesetzt.

Nur wenige Menschen wurden so leicht verletzt, dass sie nicht in einem Krankenhaus behandelt werden müssen. Wie berichtet, war das Feuer in der Silvesternacht in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana ausgebrochen. Das Inferno war nach bisherigen Ermittlungen durch eine funkensprühende Partyfontäne ausgelöst worden. Diese setzte Schaumstoff an der Decke in Brand. Derzeit laufen Ermittlungen, ob die Brandschutzvorschriften eingehalten wurden. Auch gegen die beiden französischen Betreiber wird bereits ermittelt, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung.

Die Schweiz plant nun einen nationalen Trauertag am 9. Jänner und eine Gedenkfeier für die Opfer. „Allen trauernden Familien, allen Opfern sage ich erneut mit Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit: Ihr Leid ist auch unser Leid“, sagte Bundespräsident Guy Parmelin.

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