Materialkontrolleur Mathias Hafele erwischt fast jedes Wochenende einen Springer mit einem nicht regelkonformen Anzug. Da hält sich die Aufregung im Adler-Zirkus in Grenzen.
Die Disqualifikation von Pawel Wasek am Bergisel war hingegen für viele ein Schock. Der 26-jährige Pole wurde in der Quali für das Innsbruck-Springen am Samstag mit einem verbotenen Skiwachs erwischt. Seit 2023 ist der Einsatz von Fluor in allen Sparten des Ski-Weltverbandes FIS verboten, weil der Wirkstoff für Mensch und Umwelt schädlich ist.
Im ersten Moment konnte sich Polens Cheftrainer Maciej Maciusiak den positiven Test nicht erklären, weil die Service-Leute das übliche Wachs bei der Ski-Präparierung verwendet hätten: „Wir wissen nicht, wo der Fehler begangen wurde und wonach wir überhaupt suchen sollen. Und bei all dem tut mir Pawel am leisten leid. Es trifft ihn keine Schuld.“
Wie kam verbotenes Wachs in den Container?
Mittlerweile konnte das Team um Superstar Kamil Stoch das Rätsel lösen. Ein einzelner Wachsblock war mit Fluor verunreinigt. Das Wort „Sabotage“ wollte in der polnischen Mannschaft keiner laut sagen. Es ist aber noch ungeklärt, wie das verbotene Wachs in den polnischen Container kam. „Wir haben ein Verbot, so etwas zu kaufen“, stellte Maciusiak klar.
Für Wasek war es ein schwacher Trost, dass er am Sonntag als Vorspringer dabei war: „Ich fühle mich ungerecht behandelt.“
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