12.04.2017 15:03 |

Haftstrafe verhängt

Mittelloser Angeklagter (57) residierte in Suite

Er kann es einfach nicht lassen: Ein mehrfach verurteilter notorischer Lügner und Betrüger, der völlig pleite ist, mietete sich in ein Tiroler Luxushotel ein und lebte dort "wie Gott in Frankreich", wie es die Richterin formulierte. Nun stand der 57-Jährige deshalb vor Gericht und fasste erneut zweieinhalb Jahre Haft aus.

Schulden? "500.000 bis 600.000 Euro", antwortete der recht seriös wirkende grauhaarige Tiroler auf die Eingangsfrage der Richterin. Die Horrorsumme entstand durch das Vorleben des mittellosen Angeklagten, der immer wieder große Anschaffungen tätigte.

Verurteilung war keine Lehre

Nach sieben Vorstrafen trieb er es zuletzt besonders bunt: Nur knapp drei Wochen nach einer Verurteilung mietete er sich - noch in der Berufungsphase - mit seinem betagten Vater in einem Oberländer Luxushotel ein. Dort waren die Suite und die besten Speisen gerade gut genug. Samt Fangopackungen und Maniküre verprasste das Duo in nur acht Tagen mehr als 9000 Euro. Natürlich ging das nicht gut - Betrugsanklage!

Geld aus Afrika als Hirngespinst

Warum er glaubte sich das leisten zu können? "Ich kenne einen Dr. Jakob von der Bank of Afrika, er suggerierte mir, dass ich viel Geld zu erwarten habe", sagte der Angeklagte unter Kopfschütteln der Anwesenden. "Ein betrogener Betrüger", plädierte die Verteidigerin. Doch es setzte weitere zweieinhalb Jahre Haft!

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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