Do, 20. September 2018

Neue Hoffnung?

27.01.2017 16:15

„Lucile-Mord hat Kufstein für immer verändert“

Zwei kaltblütige Morde, eine DNA-Spur, aber (noch) kein Killer: Nach der Wende im Fall um die 2014 in Kufstein getötete Austauschstudentin Lucile Klobut (20) - derselbe Täter schlug im Vorjahr, wie berichtet, auch in Deutschland zu - ist in der Unterländer Festungsstadt wieder verhaltene Hoffnung aufgeflammt. Ist die Polizei dem brutalen Sexkiller schon auf den Fersen?

"Ich bin guter Dinge, dass der Fall Lucile doch noch eines Tages geklärt und der Täter gefasst wird", ist Chefermittler Walter Pupp vom LKA Tirol optimistisch. Die französische Austauschstudentin traf in der Nacht zum 12. Jänner 2014 auf dem Weg zu zwei Freundinnen auf ihren Mörder - wurde missbraucht und mit einer Eisenstange erschlagen. Der Täter: bis dato untergetaucht - er schlug jedoch in Endingen nahe Freiburg (D) am 6. November des Vorjahres noch einmal brutal zu. Das Opfer: die leidenschaftliche Joggerin Carolin G. (27). Führt die an beiden Tatorten sichergestellte DNA nun tatsächlich noch zum Mörder?

Nach drei Jahren voller Ängste und Sorgen besteht in Kufstein aufgrund dieser neuen Spur jedenfalls wieder Hoffnung. "Alle Festungsstädter sind jetzt wieder guter Dinge, dass der Schuldige nun endlich gefunden und zur Verantwortung gezogen wird. Er wird ganz gewiss seine gerechte Strafe bekommen", war Freitag in der Innenstadt von allen Seiten zu hören.

Die Unsicherheit bleibt

Solange aber der Killer auf freiem Fuß ist, bleibt auch die Unsicherheit. "Der brutale Mord hat Kufstein für immer verändert. Spaziergänge entlang der Innpromenade, wo Lucile damals erschlagen wurde, kommen für mich seither nicht mehr in Frage", schilderte etwa eine 23-jährige Passantin. Ein älterer Herr betonte entsetzt: "Es ist unfassbar, dass Kufstein so etwas erleben muss"

Bürgermeister Martin Krumschnabel zur "Krone": "Nach dem grausamen Mord an Lucile vor drei Jahren hat man gespürt, dass sich das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung eindeutig erhöht hat. Hier wurden damals gezielte Sofortmaßnahmen ergriffen, wie vermehrte Polizeistreifen und bessere Beleuchtungen. Außerdem wird seitdem auch ein städtischer Taxigutschein für die Abendstunden angeboten. Und auch Taschenalarme wurden den besorgten Bürgern zu günstigen Preisen angeboten."

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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