Sa, 21. Juli 2018

Bilanz 2016

02.01.2017 17:57

Feinstaub: Kein Ender der Misere in Sicht

Industrie, Heizen und der Verkehr sind die Hauptverursacher des seit Jahren anhaltenden Problems: Die Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Belastung ist in der Steiermark viel zu hoch. Dass der Gesetzgeber zur Gegensteuerung nicht endlich schärfer eingreift, ärgert Bewohner und so manchen Bürgermeister gleichermaßen.

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat am Montag die 2016er-Bilanz präsentiert - und sie beinhaltet für die Steirer nichts Gutes: "Nur in der Steiermark und in Kärnten wurde der Feinstaub-Jahresgrenzwert überschritten. Graz war auch im abgelaufenen Jahr einmal mehr die Stadt mit der höchsten Belastung Österreichs", so die Zusammenfassung von VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Dennoch lassen ernstzunehmende Maßnahmen wie etwa eine Umweltzone nach wie vor auf sich warten. Zum Ärger des Verkehrsclubs: "Der Kfz-Verkehr verschmutzt die Luft durch Abgase, Reifen- und Bremsabrieb sowie durch Aufwirbelung. Gerade hier besteht großer Handlungsbedarf", sagt Rasmussen.

Kritik an billigen Zweitöfen und Pyrotechnik
Neben den Grazern leiden auch die Leibnitzer, Köflacher, Voitsberger, Hartberger, Deutschlandsberger und Weizer unter der schlechten Luft. Helmut Leitenberger, Bürgermeister von Leibnitz, ist stinksauer: "Eines der Hauptprobleme sind die vielen billigen Zweitöfen. Hier wäre der Gesetzgeber angehalten, diese endlich zu verbieten. Das gleiche gilt für den Verkauf von Pyrotechnik. Warum darf etwas verkauft werden, das ohnehin verboten ist?" Der Stadtchef nimmt aber auch jeden einzelnen in die Verantwortung: "Alle schimpfen über den Dreck, und dann wird nach wie vor jeder Kilometer mit dem Auto gefahren."

Barbara Winkler
Barbara Winkler

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