Di, 21. August 2018

Pensionserhöhung

07.10.2006 17:33

Sturm der Entrüstung über Pensionserhöhung

Nachdem Sozialministerin Ursula Haubner bestätigt hat, dass die Pensionen mit Anfang 2007 nur um 1,6 Prozent erhöht werden sollen, zeichnet sich unter den rund zwei Millionen betroffenen Pensionisten ein Sturm der Entrüstung ab. Die neue Regierung wird sich nun etwas einfallen lassen müssen, denn die 1,6 Prozent sind ein schlechter Witz.

Und so soll die Erhöhung der Pensionen laut Haubner ab 2007 im Detail aussehen: 1,6 Prozent mehr bis zu einer Pensionshöhe von 1.920 Euro im Monat. Bei einer Pension von etwa 1.000 Euro brutto im Monat wären das mickrige 16 Euro. Bei Pensionen von 1.920 Euro im Monat und darüber würde es eine "gedeckelte" Erhöhung um den Fixbetrag von 30,70 Euro geben.

Und warum gibt es im Jänner nur um 1,6 Prozent höhere Pensionen? Im Rahmen der Pensionsreform wurde festgelegt, dass die allgemeine Inflationsrate beginnend mit dem vorvorigen Jahr (August 2005 bis Juli 2006) ausschlaggebend sein soll und die hat damals nur 1,6 Prozent betragen.

Dazu SPÖ-Pensionistenchef Karl Blecha: "Beide großen Parteien haben sich im Wahlkampf darauf festgelegt, dass künftig der sogenannte Pensionisten-Preisindex zur Berechnung der Pensionen herangezogen wird. Der ist um 0,4 Prozent höher als der normale Preisindex, weil Pensionisten auch andere, ganz spezielle Ausgaben haben als die Aktiven."

Errechnet wird dieser Pensionisten-Preisindex schon seit Jänner 2006. Nun müssten vom Parlament auch die entsprechenden Gesetze beschlossen werden, damit der Pensionisten-Preisindex zur Berechnung der Pensionen herangezogen werden kann. Laut Blecha wird sich ein Parlamentsbeschluss für die Anhebung der Pensionen Anfang 2007 um 2 Prozent statt 1,6 Prozent möglicherweise aber nicht mehr ausgehen.

Der Ausweg, der dann von der neuen Regierung wahrscheinlich beschritten wird, heißt Einmalzahlung zusätzlich zur 1,6-prozentigen Pensionserhöhung, damit das Ausmaß der Pensionserhöhung nicht zu einem schlechten Witz verkommt.

von Peter Gnam, Kronen Zeitung

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