Abgeschmettert

Misstrauensantrag gegen Ortschef ging in die Hose

Niederösterreich
07.03.2026 06:00

Wegen eines Bauprojekts, bei dem sein Schwiegersohn zum Zug gekommen war, wollte die FPÖ in Rohrau (NÖ) den Bürgermeister absetzen – aber nicht einmal alle Blauen machten dabei mit. 

Noch nie hat es einen derartigen Rummel im Rathaus der kleinen Gemeinde Rohrau im Bezirk Bruck an der Leitha gegeben. Hier kennt noch jeder jeden. Das heißt auch: Der Großteil ist in die gleiche Volksschule gegangen, deren Umbau der Auslöser der Aufregung ist.

Wie berichtet, hatte von mehreren Architekten-Teams, die Entwürfe für den Umbau eingereicht hatten, just jenes den Auftrag erhalten, dem auch der Schwiegersohn des jetzigen Ortschefs angehörte. Ermittlungen der Justiz wegen des Verdachts der Veruntreuung und des Amtsmissbrauch laufen. Die FPÖ ortete „Freunderlwirtschaft“ – und brachte einen Misstrauensantrag gegen Bürgermeister Albert Mayer (ÖVP) ein.

Staatsanwaltschaft ermittelt
Doch die Abstimmung wurde für die FPÖ zum Desaster. Nur zwei Stimmen unterstützten den Antrag. Selbst der dritte freiheitliche Gemeinderat votierte nicht gegen den Ortschef. Seine Erklärung: „Einen solchen Zirkus sollte man erst machen, wenn bei der Staatsanwaltschaft etwas herausgekommen ist.“ Doch deren Untersuchungen sind zur Zeit noch im Gange.

Tränen nach Abstimmung
Mayer warf in der Gemeinderatssitzung der FPÖ vor, sie wolle mit dem Misstrauensantrag „einen politischen Konflikt konstruieren“. Eine Ansicht, der auch die überwiegende Mehrheit der Mandatare folgte. Das Ergebnis rührte den Ortschef, der weiterhin fest im Sattel sitzt, zu Tränen.

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