Fr, 22. März 2019
21.09.2016 15:52

"Höhle der Löwen"

Tiroler Brillen brillierten bei deutscher TV-Show

In Österreich kennt man die "unbrechbaren" Sonnenbrillen der Firma "gloryfy" aus Buch schon längst. Nun will Chef Christoph Egger (49) mit seiner Erfindung auch den deutschen Markt erobern und wagte es in "Die Höhle der Löwen". Der Auftritt in der TV-Gründer-Show auf VOX begeisterte Zuseher und Investoren.

Sie sind unverwüstlich! Dass die elastischen Brillen - sogar die Gläser biegen sich nach einer Verformung in die Ausgangsform zurück - auch eine hydraulische 1,5-Tonnen-Presse ohne Kratzer überstehen, erstaunte am Dienstag Abend wohl rund 3 Mill. TV-Zuseher.

Deutscher Optiker brauchte Firmen-Chef auf Idee

Bei "Die Höhle der Löwen" präsentierte Egger seine Geschäftsidee fünf Investoren und hoffte auf 500.000 Euro für die Expansion seines Unternehmens. Im Gegenzug bot er fünf Prozent seiner Firmenanteile an. "Ein deutscher Optiker hat meinen Chef auf die Idee gebracht, sich für das TV-Format zu bewerben", weiß Firmen-Sprecher Claudio Blassnig.

Noch während der Sendung brach beim Unterländer Unternehmen die Internet-Verbindung zusammen. "Wir waren eigentlich gut vorbereitet und ließen 23 Server laufen. Doch das Interesse an unseren Sport- und Lifestylebrillen sowie unserer neuesten Erfindung, den optischen Brillen, war enorm", freut sich Blassnig.

Rekordsumme bei "Höhle der Löwen"

Doch nicht nur das TV-Publikum war von "gloryfy" begeistert, sondern auch die Investoren sahen in den Brillen großes Potenzial. Die beiden "Löwen" Frank Thelen und Carsten Maschmeyer, einer der wohlhabendsten Wirtschaftspersönlichkeiten Deutschlands, einigten sich schließlich in der Sendung auf ein Investment in Höhe von 750.000 Euro für 20 Prozent Anteile an der Firma - eine Rekordsumme bei "Die Höhlen der Löwen". Der perfekte Deal!

Investor Thelen zog nach Show Angebot zurück

Zumindest fast: Denn Thelen, der schon in der Show aufgrund stagnierender Umsätze Bedenken äußerte, hat sich dazu entschlossen, doch nicht zu investieren. "Mit Maschmeyer sind die Gespräche weit fortgeschritten. Es wurde bereits eine Absichtserklärung unterschrieben", sagt Blassnig.

Sollte auch dieser Deal nicht zustande kommen - was in Buch niemand hofft - könnten die Brillen aber allein durch den TV-Auftritt zum Kassenhit werden.

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