Mo, 25. März 2019
12.09.2016 08:23

Hunderte Vermisste

Überschwemmungen in Nordkorea: Mehr als 130 Tote

Bei schweren Überschwemmungen in Nordkorea sind laut UN-Angaben mehr als 130 Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung in Pjöngjang habe bestätigt, dass es infolge der Fluten im Nordosten des Landes 133 Todesopfer gegeben habe, 395 Menschen würden vermisst, heißt es in einem Bericht der UN-Notfallkoordination (OCHA).

Etwa 107.000 Menschen hätten ihre Wohnungen und Häuser entlang des Tumen-Flusses verlassen müssen. Mindestens 140.000 Menschen seien dringend auf Unterstützung angewiesen, so die OCHA. Mehr als 35.500 Häuser seien überschwemmt worden, davon seien 69 Prozent komplett zerstört. Rund 16.000 Hektar Ackerland seien überflutet.

Aus Trümmern soll "Märchenland" aufgebaut werden
Nordkoreanische Medien berichteten, die Menschen in der Region seien wegen der Überschwemmungen "großen Härten" ausgesetzt. Bis zum Winterbeginn im Oktober sollten 20.000 Häuser in den Flutgebieten wieder aufgebaut werden. Erklärtes Ziel sei es, "aus der Region ein Märchenland in der Ära der Arbeiterpartei zu machen", wobei Volk und Armee als "große Einheit und harmonisches Ganzes" ihre Kräfte bündeln sollten, schrieb die nordkoreanische Parteizeitung "Rodong Sinmun" am Montag.

Menschen in Nordkorea werden immer wieder zum Opfer von Flutkatastrophen. 2012 starben nach schweren Gewittern 169 Menschen in dem verarmten Land. Viele der bergigen Regionen in Nordkorea sind abgeholzt, bei schweren Regenfällen strömt das Wasser ungehindert abwärts.

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