Teamchef kämpferisch

Letzter Feinschliff: „Es ist noch Luft nach oben!“

Formel 1
30.07.2025 15:24
Porträt von Ann Sophie Walten
Von Ann Sophie Walten

Optimistisch blickt Ferrari auf das kommende Rennwochenende in Ungarn. Zwar hatte das Team sein letztes großes Update-Paket bereits vorgezogen und nach Spa mitgebracht – doch wirklich ausreizen konnte man es dort nicht. Der SF-25 zeigte sich in Belgien verbessert, aber noch nicht dort, wo man sein könnte. 

Ferrari hat sein Pulver weitgehend verschossen – zumindest was große Updates in der laufenden Formel-1-Saison betrifft. Nach dem Grand Prix in Spa stellte Teamchef Frederic Vasseur klar: Nennenswerte technische Neuerungen wird es 2025 keine mehr geben. „Nur noch kleinere Teile“, betonte der Teamchef.

Denn das umfangreichste Update-Paket des Jahres kam bereits in Belgien zum Einsatz – früher als ursprünglich geplant. Und das hat sich, so Charles Leclerc, gelohnt: „Was wir uns davon erwartet hatten – das ist sehr positiv“, sagte der Monegasse nach seinem dritten Platz in Belgien.

Spa war er erst der Anfang
Allerdings sei das Potenzial der neuen Teile noch längst nicht ausgeschöpft. Vor allem das Sprint-Wochenende in Belgien mit nur einem Freien Training habe eine tiefergehende Analyse erschwert. „Dafür war es aber ein gutes erstes Wochenende,“ erklärte Leclerc. „Wir müssen jetzt weiter lernen, wie wir das Beste aus diesem Update herausholen können.“

Teamchef Fred Vasseur erhofft sich auch in Ungarn eine Verbesserung des SF-25.
Teamchef Fred Vasseur erhofft sich auch in Ungarn eine Verbesserung des SF-25.(Bild: AFP/JONAS ROOSENS)

Auch Teamchef Vasseur betont, dass noch Feintuning notwendig ist. Die erste Datenbasis sei geschaffen, doch die Detailarbeit stehe bevor: „Wir wollten einfach nicht bis Budapest warten, auch wenn man unter dem Sprintformat nur schwierig an Referenzwerte kommt. Aber ich denke, es war die richtige Entscheidung – auch mit Blick auf die Vorbereitung auf Ungarn.“

Für das Rennen in Budapest will man deshalb früher im Wochenende belastbare Erkenntnisse sammeln. Vasseur erklärt: „Man muss das Verhalten des Autos, mit den neuen Teilen, genau verstehen, die Korrelation zu den Bremsen, der Fahrwerkshöhe und dergleichen. In diesem Prozess befinden wir uns gerade.“

„Hätte lieber normales Wochenende gehabt“
Dass das Sprint-Format in Spa Ferrari dabei nicht gerade in die Karten spielte, gibt Vasseur offen zu: „Wenn ich es mir aussuchen hätte können, hätte ich in Spa lieber ein normales Wochenende gehabt. Dann hätten wir das Update langsamer und schrittweise einführen können. 

Aber ich mache nun mal nicht die Kalenderplanung.“ Dennoch zieht er ein positives Fazit: „Unter dem Strich war es trotzdem besser, das Update schon in Spa zu bringen, auch wenn es durch das wechselhafte Wetter ein gewisses Risiko gab. So aber sind wir sehr gut vorbereitet auf Budapest.“

Die große Frage: Wird das neue Paket auch auf dem kurvenreichen Hungaroring Wirkung zeigen? Denn das Streckenprofil unterscheidet sich massiv von Spa – und gerade in langsamen Kurven war der SF-25 laut dem Teamchef in Belgien „nicht gerade überragend“. Trotzdem zeigt sich Vasseur optimistsich: „Ich bin zuversichtlich, dass sich all die Tests, die wir in Spa gemacht haben, am kommenden Wochenende auszahlen werden. Es ist ja noch Luft nach oben.“

Noch ambitionierter klingt Charles Leclerc: Er setzt darauf, dass Ferrari dank des Updates „bald etwas mehr Druck auf McLaren ausüben“ könne. In Belgien war davon allerdings noch wenig zu spüren. Bereits im Qualifying fehlten ihm über drei Zehntel auf die Spitze – im Rennen waren es am Ende mehr als 16 Sekunden.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

KMM
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt