07.09.2016 19:00 |

Maiswurzelbohrer

Bauern haben Schädling heuer im Griff

Seit Jahren treibt er steirischen Bauern Schweißperlen auf die Stirn: Der gefräßige Maiswurzelbohrer sorgte für Schäden auf den Äckern. Besonders groß war die Sorge, als gewisse Pflanzenschutzmittel 2013 verboten wurden (Stichwort: Bienensterben). Doch mittlerweile bewährt sich eine andere Maßnahme: die Fruchtfolge.

Unter Fruchtfolge versteht man, dass nicht jahrein-jahraus auf einem Feld die gleiche Kultur - wie etwa Mais - angebaut wird, sondern dass es Abwechslung gibt. "In der Steiermark ist die Anbaufläche von Mais um ein Viertel, das sind etwa 20.000 Hektar, zurückgegangen. Stattdessen wird oft Weizen, Getreide und Ölkürbis angebaut, heuer sieht man vermehrt auch Sonnenblumen", erzählt Arno Mayer, der Leiter der Pflanzenbauabteilung in der Landwirtschaftskammer.

Diese Fruchtfolge, der einige Landwirte anfangs eher skeptisch gegenüberstanden, zeigt jetzt positive Folgen: Auf vereinzelten Äckern gibt es zwar auch heuer erhebliche Schäden, insgesamt scheint die Lage aber gut im Griff zu sein. "Die Bemühungen der vergangenen Jahre zahlen sich aus", sagt Mayer, der auch auf Versuche, etwa mit Pheramonen (Duftstoffe, die den Käfer sexuell verwirren), verweist.

Wetter spielte Bauern in die Karten
Das Wetter spielte den Maisbauern heuer - soferne sie vom Hagel verschont blieben - auch in die Karten. "Es regnete immer zum richtigen Zeitpunkt, die Witterungsbedingungen waren ideal", sagt Mayer. Zurücklehnen dürfe man sich aber auf keine Fälle. Im nächsten Jahr könnte das Problem, etwa bei langer Trockenheit im Sommer, schon wieder weitaus größer werden.

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