Fr, 21. September 2018

Verdoppelung

24.08.2016 15:34

Grazer Flüchtlings-Boot ist voll

Seit dem Vorjahr hat sich die Zahl der Asylwerber in Graz mehr als verdoppelt; die meisten sind Afghanen. Jetzt wird in Graz-Puntigam ein neues Verteilzentrum errichtet. Gegen weitere Asylwerber will sich der Grazer VP-Integrationsstadtrat wehren.

Etwas mehr als 3000 Asylwerber werden derzeit in der Stadt Graz versorgt. Das ist ein Plus von 400 im Vergleich zum März diesen Jahres, ein Plus von 800 im Vergleich zum Jänner diesen Jahres und sogar weit mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zum Jänner des Vorjahres (exakt 1328 Asylwerber waren damals in Graz untergebracht).

Die meisten sind Afghanen

Die meisten aktuell in Graz versorgten Asylwerber kommen aus Afghanistan (1014, viele davon sind Minderjährige), gefolgt von Irakern (505) und Syrern (439). Gut zwei Drittel sind in größeren Quartieren untergebracht, etwa ein Drittel hat sich privaten Wohnraum organisiert.

Im Oktober sollen um die 150 weitere Asylwerber in Graz "stationiert" werden. So groß ist das Fassungsvermögen des Verteilzentrums in der Herrgottwiesgasse, dessen Einrichtung im Vorfeld mit der Stadt Graz abgesprochen war.

"Mehr geht nicht!"

Für den Grazer Bildungs- und Integrationsstadtrat Kurt Hohensinner hat Graz seine Kapazitätsgrenze damit eindeutig erreicht: "Mehr Asylwerber würden unsere Integrationsfähigkeit übersteigen. Wir haben schon alle Hände voll damit zu tun, die jetzt in Graz lebenden Flüchtlinge bestmöglich zu integrieren. Wir tun hier, was wir können, aber mehr geht einfach nicht! Wir werden uns gegen weitere Asylwerber wehren und alle uns zur Verfügung stehenden Hebel in Bewegung setzen!"

Hohensinner erinnert daran, dass in Österreich derzeit zahlreiche Flüchtlingsquartiere leer stehen oder nur mangelhaft belegt sind. Es gebe also keinen Grund Graz noch stärker zu belasten.

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