In Gaza

“Vier Pfoten” schließen schlimmsten Zoo der Welt

Tierecke
19.08.2016 09:53

Nach langen Verhandlungen gibt es endlich grünes Licht für eine Rettungsmission: Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" wird tatsächlich die 16 Zootiere aus dem Khan Younis Zoo im Gazastreifen befreien und sie in ein neues Zuhause transferieren. Die logistischen Vorbereitungen laufen jetzt auf Hochtouren, damit die Rettungsmission so schnell wie möglich über die Bühne gehen kann.

Ein internationales Team, bestehend aus mehreren Tierärzten und logistischer Unterstützung, bereitet sich auf den Einsatz in den nächsten Tagen vor. "Das Aus für den Zoo bedeutet ein neues Leben für Tiger 'Laziz' und die anderen Tiere, die bisher in desolaten Käfigen dahinvegetieren und unter Mangel an Futter und medizinischer Versorgung leiden mussten", erklärt Amir Khalil von den "Vier Pfoten", der die Mission in Gaza erneut leiten wird.

(Bild: © FOUR PAWS | 2016)

Die meisten Tiere ziehen nach Jordanien
Die meisten Tiere, wie etwa die Schildkröten, Stachelschweine und der Emu, sollen einen Platz in der jordanischen Schutzstation "New Hope Centre" bekommen. Die Station ist Teil der Organisation "Al Ma'wa for Nature and Wildlife", die von den "Vier Pfoten" und der Princess Alia Foundation ins Leben gerufen wurde.

(Bild: © FOUR PAWS | 2016)

Tiger Laziz siedelt nach Afrika
Da dort derzeit aber kein freies Gehege für eine Großkatze zur Verfügung steht, hat Tiger Laziz eine etwas weitere Reise vor sich: Für ihn konnte ein Platz im Großkatzenrefugium "Lionsrock" in Südafrika organisiert werden, wo bereits über 100 andere Großkatzen aus schlechten Haltungsbedingungen ein neues Zuhause gefunden haben. Nach einer Gewöhnungsphase in einem Adaptionsgehege wird der Laziz ein ein Hektar großes Gehege mit Grasfläche, Bäumen und Badeteich beziehen.

(Bild: © FOUR PAWS | 2016)

Der "Biss in die saure Zitrone" hilft jetzt den Tieren
Die von den "Vier Pfoten" vor Kurzem ins Leben gerufene "Lemon Challenge" soll dem Projekt zusätzliche Aufmerksamkeit bringen. Zahlreiche Tierfreunde haben bereits teilgenommen, indem sie in eine Zitrone gebissen, ein Video davon auf ihren Social-Media-Kanälen hochgeladen und Freunde zum Mitmachen und Spenden für die Rettungsmission aufgefordert haben.

"Doch der schwierigste Teil steht uns noch bevor. Kurz vor dem Ziel brauchen wir noch einmal die Unterstützung jedes einzelnen", appelliert Khalil an die Solidarität der Menschen. "Um die Tiere tatsächlich aus dem schlimmsten Zoo der Welt zu retten und in ihr neues Zuhause transferieren zu können, helfen jeder Biss in die Zitrone und jede Spende!"

Sie möchten helfen? Spenden können Sie HIER.

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