Do, 16. August 2018

Bereits angespielt

17.08.2016 23:01

"Horizon Zero Dawn": Die Maschinen haben gewonnen

Maschinen sind in "Horizon Zero Dawn" zur alles dominierenden Spezies aufgestiegen. Wie es dazu kommen konnte, und warum sie neuerdings auch noch aggressiv sind, möchte die Jägerin Aloy herausfinden. Wir haben uns mit ihr auf die Pirsch begeben und das mit Spannung erwartete Action-Rollenspiel für die PS4 angespielt.

Eine nicht nur farbenprächtige, sondern auch offene Spielwelt, die sich ohne Ladepausen erkunden lässt; ein Setting, irgendwo angesiedelt zwischen prähistorisch und postapokalyptisch; und zu guter Letzt eine charismatische Heldin als Hauptfigur - mit "Horizon Zero Dawn" betreten die "Killzone"-Macher von Guerilla Games in vielerlei Hinsicht spielerisches Neuland.

Das Wagnis scheint sich allerdings gelohnt zu haben. Kaum ein Titel wird mit derart großer Spannung erwartet wie "Horizon Zero Dawn". Mit Sicherheit der Hauptgrund dafür: die ungewöhnliche Kulisse, durch die sich die Protagonistin bewegt. Denn zwar gibt es auch hier noch Hasen, Füchse und andere Säuger, in erster Linie sind es jedoch gigantische Roboter-Wesen, die die Weiten der Spielwelt bevölkern - vom eher gemächlichen Robo-Rind bis zum Tech-T-Rex.

Kenne deinen Feind
Bislang lebten Mensch und Maschine in friedlicher Koexistenz, doch als die Robo-Wesen plötzlich beginnen, aggressiv zu werden, macht sich die Jägerin Aloy daran, den Ursachen dafür auf den Grund zu gehen. Als jemand, der in der Nahrungskette längst nicht mehr ganz oben an der Spitze steht, muss sie dabei mit Bedacht vorgehen. Viel dreht sich in "Horizon Zero Dawn" deshalb darum, den Gegner zu analysieren - seine Stärken, Schwachpunkte, Bewegungsabläufe.

Aloy kann zu diesem Zweck auf einen Scanner zurückgreifen, der ihr Auskunft etwa über die Stärke (bzw. Stufe) des Feindes gibt. Geduckt schleicht sie sich anschließend durchs hohe Gras, um sich dem Ziel ungesehen zu nähern, Fallen zu legen oder Stolperdrähte zu spannen. Sind die Maschinen erst einmal geschwächt, kann ihnen mit Pfeil und Bogen, diversen Granaten oder im Nahkampf der Rest gegeben werden. Alle "Zutaten", die sie zur Herstellung ihrer Waffen und Ausrüstung benötigt, findet Aloy in der freien Natur - oder, was die Sache zum Teil erschwert, bei ihren Gegnern.

Gebieterin über Maschinen
Leicht ist die Jagd trotzdem keinesfalls. Denn wer Roboter aufschreckt, muss damit rechnen, dass ihnen andere zu Hilfe eilen und sich in den Kampf einmischen. Dann ist es am klügsten, sich durch geschicktes Ausweichen aus der Affäre zu stehlen, wobei das Timing entscheidend ist. Abhilfe schaffen aber auch Maschinen, die Aloy zuvor gezähmt und durch einen kurzen Hack ihres Gehirns "umgepolt" hat. Ganz nebenbei eignen sich diese gezähmten Tiere auch hervorragend als Reittier, um in der gigantischen Spielwelt schneller voranzukommen.

Zu entdecken gibt es reichlich, allen voran Dörfer, in denen Handel getrieben und das eine oder andere neue Quest aufgeschnappt werden kann. Hilfreich ist dabei ein Dialogsystem, dass es dem wissbegierigen Gamer darüber hinaus erlaubt, sich weiter in die Geschichte zu vertiefen. Was diese noch bereithält, darüber schweigt sich Guerilla Games derzeit allerdings noch aus.

Die Jagd beginnt am 1. März
Wir konnten vor dem Release am 1. März 2017 immerhin schon mal das Kampfsystem genauer unter die Lupe nehmen und erleben, wie es ist, ein paar Maschinen mit Brandpfeilen, Sprengfallen & Co. zur Strecke zu bringen, sie mithilfe von Fallstricken zu bändigen und auf ihnen zu reiten. Nebenbei erhielten wir Einblicke in das umfangreiche Craftingsystem, das es Aloy alias dem Gamer erlaubt, gemäß dem eigenen Spielstil Waffen und Gegenstände anzufertigen.

Erinnert hat uns das Ganze stark an "Far Cry Primal". Bleibt nur zu hoffen, dass "Horizon Zero Dawn" im Gegensatz zum Ubisoft-Titel über das bloße Jagen hinaus auch mit einer packenden Story zu begeistern weiß. Andernfalls könnte man sich an der schmucken Szenerie und der Jagerei schnell sattgesehen bzw. sattgespielt haben...

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