Fr, 16. November 2018

Millionenschulden

16.06.2016 06:52

Lufthansa stoppt ihre Flüge nach Venezuela

Die deutsche Lufthansa stoppt ab Freitag wegen offener Millionenforderungen ihre Flüge in das sozialistische Venezuela. Grund seien die schwierige wirtschaftliche Lage und die fehlende Möglichkeit, lokale Währungsbestände in US-Dollar zu tauschen, sagte ein Sprecher einer Presse-Agentur in Caracas. Die Fluggesellschaft fliegt das südamerikanische Land seit 1971 an.

Der Staat bietet den Fluggesellschaften in der Regel einen sehr schlechten Wechselkurs an, der zu hohen Verlusten bei den in der Landeswährung Bolivar verkauften Tickets führt. Die Spanne reicht von einem offiziellen Kurs von zehn Bolivares für einen Dollar bis hin zu rund 1000 Bolivares auf dem Schwarzmarkt.

Außenstände im dreistelligen Millionenbereich
Durch die höchste Inflation der Welt verliert der Bolivar rasant an Wert, was durch das staatliche Wechselkursregime die Einnahmen der Airlines dramatisch mindert. Die Lufthansa-Außenstände in Venezuela lägen im dreistelligen Millionenbereich, sagte der Sprecher.

"Insgesamt ist die Nachfrage für internationale Flugreisen nach Caracas 2015 sowie im ersten Quartal 2016 nochmal gegenüber dem Vorjahr gesunken", so die Lufthansa. Zuvor hatten bereits mehrere andere Airlines ihre Flüge eingestellt. Das Land mit den größten Ölreserven der Welt leidet unter einer enormen Versorgungskrise.

"Trotz der vorübergehenden Einstellung der Flüge nach Caracas wird Lufthansa dank ihrer Partner Avianca und Copa Airlines weiterhin Venezuela anbinden", so das Unternehmen. So gebe es von Kolumbien und Panama aus Weiterflüge in die venezolanische Hauptstadt.

Auch weitere Fluglinien meiden Venezuela
Ab August will auch die chilenisch-brasilianische Airline Latam ihre Flüge nach Venezuela einstellen. Getan haben das unter anderem schon die italienische Alitalia, Gol (Brasilien) und Tame aus Ecuador. Laut Angaben des Portals Aerotelegraph ist Venezuela mit 3,78 Milliarden US-Dollar (rund 3,35 Milliarden Euro) an Außenständen bei Airlines weltweiter Spitzenreiter, gefolgt von Nigeria, dem Sudan und Ägypten.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Gruppensieg möglich
Siegestor in Minute 93! Kroatien schlägt Spanien
Fußball International
3:0-Testspielsieg
Starke Deutsche lassen Russland keine Chance
Fußball International
Test in Dublin
Österreich-Gegner Nordirland holt 0:0 gegen Irland
Fußball International
0:0 gegen Bosnien
Ausgeträumt! Österreich für Gruppensieg zu harmlos
Fußball International
Guatemala chancenlos
Dabbur-Doppelpack bei 7:0-Sieg von Herzogs Israel
Fußball International
„Irgendwas verdeckt“
Untreue! Ex-Landesvize Pfeifenberger verurteilt
Österreich
Verfahren eingestellt
Keine Anklage gegen ORF-Moderator Roman Rafreider
Österreich
krone.at-Interview
Katzian: „Freiwilligkeit ist immer nur ein Fake“
Video Show Krone-Talk
Vor Ländermatch
Pyro-Marsch! Bosnien-Fans zündeln in Wiener City
Fußball International
„Nicht zu akzeptieren“
Ohrfeige kostet Ribery und Robben Sport-Bambi
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.