Mi, 22. August 2018

Experte warnt:

24.03.2016 06:25

"Österreich ist nun ein sekundäres Terrorziel"

Der Terrorismus-Experte Nicolas Stockhammer erkennt eine klare Anschlagsgefahr in Österreich. "Dass etwas in Österreich passieren wird, halte ich für ziemlich wahrscheinlich", sagte Stockhammer in der "ZiB 24" am Mittwochabend. In Anbetracht des vergangenen Jahres sei unser Land zu einem "sekundären Terrorziel" aufgestiegen.

Österreich befinde sich nun hinsichtlich der Anschlagsbedrohung in einzelnen Ländern vergleichsweise in einem "Mittelfeld". Das gibt laut dem Experten und sicherheitspolitischen Berater des Verteidigungsministeriums "Anlass zur Hoffnung, dass es nicht zu bald passieren wird".

"Langatmiger, brutaler Kampf"
Europa werde sich auf einen mindestens 20-jährigen "langatmigen, brutalen Kampf" gegen den Terror einstellen müssen, so Stockhammer. Die Prävention sei ein wesentliches Instrument. Für den Schutz der Zivilbevölkerung sei bisher "zu wenig getan" worden, dieser müsse verstärkt werden. Schwächen gebe es auch bei der Verfolgung der Straftäter. Eine langfristige Terrorbekämpfung solle die Unterwanderung von Finanzierungsströmen der Terrorzellen und eine gezielte Überwachung von Verdächtigen einschließen. Die Zivilbevölkerung könne versuchen, der Terrorgefahr "Gelassenheit entgegenzusetzen".

Stockhammer sieht einen Zusammenhang der Anschläge von Paris und Brüssel, es liege ein "multiples Versagen" der Sicherheitsbehörden in Belgien und der nachrichtendienstlichen Zusammenarbeit vor. Auch die Brüsseler Problem-Gemeinde Molenbeek sei zu wenig überwacht worden. Der Anschlag in Brüssel habe Zeit zur Planung gebraucht und sei nun von den Terroristen "anlassbezogen aus der Tasche geholt" worden. Europas mutmaßlicher dschihadistischer Topterrorist Salah Abdeslam war am Freitag in Molenbeek gefasst worden.

31 Menschen bei Anschlägen in Brüssel getötet
Bei den islamistischen Terroranschlägen am Brüsseler Flughafen und in einer Metrostation im Europaviertel der belgischen Hauptstadt waren am Dienstag insgesamt 31 Menschen getötet worden. 300 weitere Personen wurden verletzt.

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