26.07.2006 16:56 |

Horror-Unfall

Auto brennt nach Crash im Plabutschtunnel aus

Der Albtraum vieler Autofahrer ist am Dienstag früh im Plabutschtunnel wahr geworden. Ein Pkw ist im Tunnel liegen geblieben, ein Lkw krachte in das Auto, das sofort zu brennen begann. Die Bilanz: ein schwer verletzter Autofahrer, ein Großeinsatz der Feuerwehr - und gefährliche Situationen, weil nachfolgende Autofahrer in Panik wendeten, um vor dem Rauch zu fliehen.

Ausgerechnet im Tunnel, in der Weströhre des Plabutschtunnels, hatte der Lenker des Pkw um kurz nach 5.30 Uhr wegen einer Panne halten müssen.

Der Fahrer eines nachfolgenden Lkws konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und rammte das abgestellte Auto, es ging sofort in Flammen auf. Der neben seinem Pkw stehende Fahrer wurde zu Boden gerissen und lebensgefährlich verletzt. 

Gefährliche Wendemanöver auf der Flucht vor dem Rauch
Wie ernst die Situation war, zeigte sich für die Rettungskräfte bereits bei der Anfahrt: Rauchwolken sind aus den Entlüftungskaminen auf dem Plabutsch aufgestiegen. Acht Personen sind von Feuerwehr, Polizei und Rotem Kreuz durch einen Rettungsgang in die nicht betroffene Tunnelröhre in Sicherheit gebracht werden.

Zu gefährlichen Szenen ist es gekommen, als einige Lenker wendeten und den Tunnel entgegen der Fahrtrichtung zu verlassen versuchten.

Der Plabutschtunnel war bis 7.30 Uhr in beide Richtungen gesperrt, die Weströhre konnte erst gegen 9.00 Uhr frei gegeben werden. In dieser Zeit musste der Verkehr durch das Grazer Stadtgebiet umgeleitet werden.

79-Jährige rettete sich aus brennendem Auto
Kaum war der Autobrand im Plabutschtunnel bewältigt, wurde die Grazer Feuerwehr neuerlich wegen eines Autobrandes alarmiert. Ein Auto älteren Baujahres hat - vermutlich durch einen technischen Defekt - Feuer gefangen. Die 79-jährige Besitzerin hat ihr Fahrzeug gerade noch rechtzeitig am Fahrbahnrand abstellen und sich in Sicherheit bringen können, als aus dem Motorraumdeckel schon dicker Rauch herausquoll. Vorbeifahrende Autofahrer versuchten, den Brand mit Handfeuerlöschern zu bekämpfen, löschen konnte aber erst die Berufsfeuerwehr.

ÖAMTC kritisiert Autohersteller
Der Autofahrerclub ÖAMTC hat nun gefordert, dass alle Pkw, Lkw und Busse mit automatischen Löschanlagen ausgerüstet werden.Ein Brand im Motorraum würde dadurch rasch entdeckt und gelöscht, außerdem könne Feuer nach einem Unfall auch dann bekämpft werden, wenn die Fahrzeugpassagiere dazu nicht mehr in der Lage sind.

Vorsichtsmaßnahmen gegen Fahrzeugbrand
Auch die anhaltende Hitzewelle erhöhe die Gefahr des Fahrzeugbrands. "Es ist nicht auszuschließen, dass ein Fahrzeug wegen der großen Hitze in Brand gerät", so ein ÖAMTC-Sprecher. Besonders gefährlich sei es derzeit, sein Fahrzeug auf unbefestigten oder trockenen Unterboden zu parken. Dürres Gras am heißen Auspuff könne sich leicht entzünden. Bei der Parkplatzwahl solle man daher darauf achten, sich möglichst auf festen Boden zu stellen, der sich nicht entzünden kann. Auch tropfender Kraftstoff erhöhe die Gefahr.

Freitag, 07. Mai 2021
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