20.07.2006 10:19 |

Mozartjahr

Japaner nutzen begeistert das Mozartjahr

Im Tokio-Büro der Österreich Werbung hat man im ersten Halbjahr des Mozartjahres vorerst gleich bleibende Nächtigungszahlen von Japanern in Österreich registriert. "Allerdings machte sich im Juni ein außerordentliches Plus von sieben Prozent bemerkbar", erklärt Direktor Volker Jaindl. Das Juni-Plus könnte Auftakt für ein erfolgreiches Mozartjahr in Japan aus touristischer Sicht sein, hofft er.

"Die starken Monate haben wir noch vor uns." Japaner reisen vor allem in den Monaten Juli, August und September nach Europa und machen dann häufig in Wien Station. In Summe haben japanische Gäste im ersten Halbjahr 2006 153.000 Nächtigungen in Österreich gebucht.

"Im Sommer geht es auch ohne Mozart", meint auch Georg Illichmann, Manager des AUA-Büros in Tokio. Zum Erfolg im ersten halben Mozartjahr sagt Illichmann: "AUA Japan hat im Zeitraum Januar bis Mai 2006 exakt 55 Prozent mehr Passagiere nach Salzburg befördert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres." Mehr Auskünfte werden "aus Konkurrenzgründen" nicht erteilt.

Das Mozartjahr macht sich in Japan selbst deutlich bemerkbar. Seit Beginn des Jahres gibt es in den japanischen Zeitungen und TV- Anstalten Spezialserien über das hierzulande äußerst beliebte Musikgenie. Im ganzen Land finden laufend Konzerte statt. Das "Mozartcafé" auf der Einkaufsmeile Ginza hat Spezialangebote an Süßigkeiten, eine Sakebrauerei kreierte zur Erinnerung an den Komponisten einen "Mozartsake". Angeblich wird dieser Reiswein besonders schmackhaft, weil er unter Beschallung mit Mozarts Musik heranreift.

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