Sa, 15. Dezember 2018

Tierquälerei

02.03.2016 12:20

Verhungerte Rottweiler: Halteverbot für Züchter

Der Fall sorgte im Vorjahr für blankes Entsetzen: Ein Rottweiler-Züchter aus der Nähe von Graz hatte vier seiner Hunde verhungern und verdursten lassen. Eine Hündin, die nur noch Haut und Knochen war, überlebte. Das Ersturteil von neun Monaten unbedingter Haft wurde später auf drei Monate unbedingt - der Rest bedingt - herabgesetzt. Nun kursiert auf Facebook das Gerücht, dass der Mann sich nach neuen Hunden umsieht und wieder als Züchter arbeiten möchte. Doch vor wenigen Tagen wurde ein Tierhalteverbot gegen den Steirer ausgesprochen.

Das Tierhalteverbot gilt laut "Kleine Zeitung" dauerhaft und bedeutet, dass der Steirer keine Hunde mehr züchten darf. Dennoch wollen die Gerüchte nicht verstummen. Auf Facebook heißt es, dass der Tierquäler wieder "auf der Suche nach Rottweilern" sei. Auch einem Zuchtverein soll sich der Steirer angeschlossen haben. Dessen Website soll aber nicht mehr online sein.

Wie die "Kleine Zeitung" schreibt, seien im Zuge einer Kontrolle keine Hunde beim Steirer gefunden worden. Sollten je wieder Tiere auf seinem Anwesen entdeckt werden, würden ihm diese laut Bezirkshauptmannschaft sofort abgenommen werden.

Überlebende Hündin hat "einen super Platz bekommen"
Jener Hündin, die das Martyrium überlebt hat, dürfte es wieder sehr gut gehen. Zunächst kümmerte sich die Tierschutzorganisation Arche Noah um das vollkommen abgemagerte Tier. Der Leiter der Organisation, Herbert Oster, sagte nach Bekanntwerden des Falles im Vorjahr: "Man kann diesen Menschen nicht mehr einen Menschen nennen. Hilflose Tiere qualvoll umkommen zu lassen ist wohl das schlimmste Verbrechen an einem Geschöpf, das man begehen kann." Die überlebende Hündin habe nach dem Aufpäppeln bei der Arche Noah "einen super Platz bekommen", so Oster gegenüber der "Kleine Zeitung".

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