Mo, 20. August 2018

Ab 29. Jänner

27.01.2016 14:33

"Brüder im Wind": Adler-Märchen mit Moretti & Reno

Tiere sind keine Menschen. Selbst die tollsten Naturaufnahmen transportieren eine kitschige Künstlichkeit, wenn die tierischen Darsteller wie ihre menschlichen Pendants agieren. Der Tierfilm "Wie Brüder im Wind" (Kinostart: 29. Jänner) ist so ein Beispiel: Trotz wunderschöner Bilder ist die Geschichte der Freundschaft zwischen dem 12-jährigen Lukas und einem jungen Adler unnötig dick aufgetragen.

Aus 2004 stammt das erste Konzept des österreichischen Kameramanns und Regisseurs Otmar Penker, eines Spezialisten für die Tierwelt der Alpen, einen Film über Steinadler zu drehen. Später kam die Idee dazu, daraus einen Spielfilm mit Dokumentarfilmelementen zu machen. Mit den Terra Mater Factual Studios, einem Unternehmen aus dem Firmen-Imperium von Red-Bull-Chef Dietrich Matschitz, kamen Geld und internationale Namen ins Spiel.

Autorin und Produzentin Joanne Reay wurde für das Drehbuch verpflichtet, der spanische Regisseur Gerardo Olivares, der seinen 14-jährigen "Wolfsbrüder"-Star Manuel Camacho gleich für die Hauptrolle mitbrachte, für die Spielszenen und zwei Hochkaräter für die einzigen Erwachsenen-Rollen: Tobias Moretti spielt den verschlossenen und schroffen Vater von Lukas, Jean Reno einen freundlichen Förster.

In den Alpen der 1960er-Jahre scheint die Natur noch heil, aber keineswegs friedlich: Ein Jungadler wird von seinem Rivalen und Bruderaus dem Nest gekickt und hätte, flugunfähig, wie er noch ist, keine Überlebenschance, würde er nicht vom Halbwaisen Lukas gefunden. Dieser hegt und pflegt ihn und kann zu ihm jene innige Beziehung aufbauen, die er zu seinem Vater nicht hat. Die weitere Entwicklung ist vorhersehbar: Die Aufzucht ist zwar schwierig, gelingt aber. Der kleine Bub bringt dem gar nicht so kleinen Vogel das Fliegen bei, das Entlassen in die freie Natur ist ein emotional schwieriger Akt, der auch Vater und Sohn wieder näher zusammenbringt.

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