Do, 18. Oktober 2018

Klinik Innsbruck

22.12.2015 19:11

Bei Ärzte-Versammlung kochte Stimmung nahezu über

Zufriedenheit sieht anders aus: Dutzende Landes- und Bundesärzte versammelten sich am Dienstag im Hörsaal der Chirurgie der Klinik Innsbruck und waren teilweise richtig aufgebracht. Grund dafür sind die stockenden Verhandlungen bezüglich der Arbeitszeit sowie des Gehalts. Das Verhandlungsteam präsentierte den aktuellen Stand und informierte über die weiteren geplanten Schritte.

Seit mittlerweile zwei Jahren werden intensive politische Diskussionen geführt. Im Oktober haben die Mediziner - wie berichtet - das vorgelegte Übergangspaket mit Einmalzahlungen für 2016 akzeptiert. Doch von einer endgültigen Lösung war damals nie die Rede. Zusätzliche Diskussionsrunden waren nötig. "Über den Sommer gab es jedoch keine Treffen, wodurch sich alles verzögert hat. Die ganze Angelegenheit ist mittlerweile extrem mühsam und die Nerven liegen zwischendurch auch schon mal blank", gibt Unfall-Medizinerin Renate Larndorfer zu.

Konsequenzen bereits sichtbar

Die Tatsache, dass nach wie vor eine Endlösung aussteht, spiegelt sich auch in der Realität wieder. "Wir haben Arbeitsverdichtungen sowie Personalreduktionen zu verzeichnen. Auch Operationen werden reduziert. Die Lage verschlechtert sich kontinuierlich, was nicht akzeptabel ist", so Larndorfer.

Erste Ergebnisse der zähen Verhandlungen

Seit wenigen Tagen wurden die Diskussionsrunden wieder aufgenommen. Erste Ergebnisse konnten bereits gestern präsentiert werden. "Die Sonderzahlungen bleiben, die 5-Tage-Woche ist gesichert sowie die Kernarbeitszeiten auf 7 bis 20 Uhr fixiert. Auch wird es keine gesplitteten Dienste geben", schildert die Ärztin. Zudem war von einer Überstundenpauschale sowie von Parallelrechnungen bei Mehrleistungen die Rede. Doch Details seien noch zu klären.

Frust der Ärzte spürbar

Einige Mediziner ließen ihren Gefühlen freien Lauf: "Wir werden seit Jahren einfach nur für dumm verkauft und unsere Anliegen werden nicht ernst genommen." Im Februar 2016 erhoffe man sich eine endgültige Lösung und somit ein Ende der schleppenden Diskussionen.

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