13.06.2006 12:30 |

Verkehr & Umwelt

Italiens Regierungschef Prodi bei Schüssel

Italiens Ministerpräsident Prodi und Bundeskanzler Schüssel haben am Dienstag die gemeinsamen Prioritäten der beiden Nachbarstaaten in der Verkehrs- und Umweltpolitik hervorgehoben. Dies gelte konkret für das Projekt des Brenner-Basis-Tunnels und die Alpenkonvention, lautete der Tenor der beiden Regierungschefs nach ihrem Treffen im Bundeskanzleramt.

Schüssel hielt fest, dass am 30. Juni, genau am letzten Tag der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs, der Spatenstich zur Vorbereitung der Erkundungsstollen für den Brenner-Basis-Tunnel erfolgen werde. Prodi betonte die beidseitige "Verantwortung für den Schutz der Alpen".

Schüssel hob seinerseits "das Engagement beider Seiten" bei Verkehrsprojekten hervor. Der Brenner-Basis-Tunnel sei das größte und ambitionierteste Verkehrsprojekt der Europäischen Union. Zugleich dankte der Kanzler seinem Amtskollegen für die "konstruktive Haltung" Italiens zum Umweltprotokoll.

Sowohl Prodi als auch Schüssel unterstrichen "die ". Der Kanzler verwies hierbei auch auf die frühere Funktion Prodis als Präsident der EU-Kommission und seine erste Amtsperiode als Regierungschef. Prodi sekundierte: "Es gibt keine Probleme, nur exzellente Zusammenarbeit."

Auf die Frage zu Aussagen des ehemaligen italienischen Staatspräsidenten Cossiga, wonach Südtirol eine Volksbefragung über den Verbleib bei Italien oder die Rückkehr zu Österreich durchführen sollte, meinte Prodi, der Senator auf Lebenszeit habe "seine persönliche Meinung" kundgetan. Schüssel sagte: "Romano Prodi ist ein Garant für die hervorragende Behandlung Südtirols und die guten Beziehungen zu seiner Regierung."

Montag, 14. Juni 2021
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