Di, 21. August 2018

Athen säumig

10.11.2015 07:38

Euro-Gruppe gibt Milliarden-Hilfe noch nicht frei

Zwischen Griechenland und seinen internationalen Geldgebern herrscht vor der Auszahlung weiterer Hilfsgelder nach wie vor Uneinigkeit. Bei einem Treffen der Euro-Finanzminister am Montagabend wurde Athen dringend aufgefordert, die zugesagten Reformen umzusetzen. Das Geld zur Rekapitalisierung der Banken werde erst dann fließen, wenn Griechenland ein Bündel an wichtigen Reformmaßnahmen realisiert habe, sagte Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem. Für die Griechen geht es um zwei Milliarden Euro.

Einer Erklärung der Euro-Gruppe zufolge habe die griechische Regierung zugesagt, die Maßnahmen noch diese Woche umzusetzen. Die Arbeitsgruppe der Euro-Finanzminister werde dann Anfang kommender Woche bewerten, ob dies tatsächlich geschehen sei, sagte Dijsselbloem.

Insolvenzrecht der Banken als Knackpunkt
Knackpunkt ist derzeit der Umgang mit faulen Krediten bei den griechischen Banken. Die Euro-Partner dringen darauf, dass die Geldhäuser mit einem Insolvenzrecht ausgestattet werden, um ihr Recht gegenüber säumigen Kreditnehmern durchsetzen zu können. Die griechische Regierung hingegen argumentiert, dass dadurch eine Welle von Zwangsräumungen drohen könnte und Tausende Griechen ihre Häuser oder Wohnungen verlieren könnten.

Die Europäische Zentralbank hat den Kapitalbedarf der vier griechischen Großbanken auf rund 14,4 Milliarden Euro taxiert. Das ist deutlich weniger als die 25 Milliarden Euro, die im dritten Hilfspaket von den europäischen Partnern dafür vorgesehen sind.

Drittes Rettungspaket beträgt 86 Milliarden Euro
Die Regierung in Athen setzt auf die rasche Auszahlung der zwei Milliarden Euro als Teil einer ersten Tranche von 26 Milliarden Euro des insgesamt bis zu 86 Milliarden Euro schweren dritten Rettungspakets der Gläubiger. Nach Angaben des Chefs des Euro-Rettungsschirms, Klaus Regling, dürfte das Programm durch den geringeren Kapitalbedarf der griechischen Banken deutlich unter 86 Milliarden Euro liegen.

Aus dem Video-Archiv (5.7.): Reformgegner tanzen nach klarem Nein bei Referendum den Sirtaki:

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