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07.09.2015 17:12

Erster Schultag für 150 Flüchtlinge

Wenn in sechs Tagen die Schulen ihre Tore wieder öffnen, dann erleben auch 150 Flüchtlingskinder aus Syrien, Irak, Afghanistan ihren ersten Schultag. Und zwar in der Steiermark und nicht inmitten eines Kriegsgebiets. Darauf bereitet man sich im Landesschulrat schon jetzt intensiv vor.

Richtiger Umgang mit von Kampfhandlungen traumatisierten Kindern, soziales Lernen, Sprachförderungskurse: Auf die steirischen Lehrer kommt kommende Woche einiges zu. Es wird nicht leicht sein, den Spagat zwischen Unterricht und Betreuung von Kriegsflüchtlingen zu schaffen. „Doch wir sind für den Schulbeginn bestens gerüstet und dieser Herausforderung gewachsen“, betont Josef Zollneritsch als Leiter der neuen „Stabstelle Asyl“, der Juristen, Schulinspektoren, Psychologen und natürlich die Präsidentenriege zum großen „Asyl-Gipfel“ versammelte.

Schließlich werden den gut 76.000 Pflichtschülern in der Steiermark künftig 700 Flüchtlingskinder gegenüberstehen, die ebenfalls die Schulbank drücken müssen. 150 von ihnen übrigens zum allerersten Mal – fern von Kriegshandlungen und eingebettet in ein gut funktionierendes Bildungs- und Sozialsystem. Darauf ist man aber gut vorbereitet: So wurden eine Checkliste für die erste Unterrichtswoche sowie ein Leitfaden für die Direktionen erarbeitet. Außerdem soll ein Brief an alle Eltern aufklären, Sorgen und Ängste nehmen.
Tenor: In den einzelnen Klassen wird die Anzahl von Flüchtlingskindern nicht zu groß werden, ein eigener Referent soll sich – auch psychologisch – um sie kümmern, dazu wird auf das Erlernen von Deutsch Wert gelegt. „Für uns alle ist jetzt Flexibilität angesagt“, unterstreicht Schul-Präsidentin Elisabeth Meixner, „die Menschlichkeit muss dabei im Vordergrund stehen!“

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