Bei seinem Start-Ziel-Sieg auf dem Circuit de Catalunya fuhr Alonso stolze 18,5 Sekunden Vorsprung auf den diesmal chancenlosen Schumacher heraus. Dritter wurde der Italiener Giancarlo Fisichella im zweiten Renault vor Schumachers brasilianischem Teamkollegen Felipe Massa.
Das Startduell ging klar an Renault, Ferrari hatte absolut keine Chance: Pole-Mann Alonso und Fisichella verteidigten die erste Reihe, Michael Schumacher nahm als Dritter die Verfolgung auf. Am meisten machte Silberpfeil-Pilot Räikkönen, der in Kürze wohl seinen Wechsel zu Ferrari verkünden wird, gut: Der Finne mogelte sich vom neunten auf den fünften Platz, während Ralf Schumacher auf der langen Startgeraden von sechs auf acht durchgereicht wurde.
Renault-Taktik ging auf
Die Taktik der blau-gelben Renault war klar - und sie ging auf: Weltmeister Alonso musste möglichst viel Land gewinnen, um vorn zu bleiben. Fisichella war der "Bremsklotz" zwischen Alsonso und Schumacher, um den Abstand zwischen den beiden von Runde zu Runde immer größer werden zu lassen. Kurios: Im Vorjahr hatte "Fisico" noch die schnellste Rennrunde auf dem Circuit de Catalunya hingezaubert. Diesmal trat er das Gaspedal wohl nicht voll durch: Nach 15 Umläufen lagen schon zwölf Sekunden zwischen Alonso, der eine schnellste Runde nach der anderen fuhr, und Michael Schumacher.
Das Problem Fisichella war bereits nach 23 der 66 Runden gelöst: Schumacher war sechs Runden länger als die Renault draußen geblieben, und nach seinem ersten Tankstopp scherte der Ferrari-Star kurz vor dem Italiener wieder auf die Piste ein.
Nun hatte der sechsmalige König von Barcelona nur noch den "Prinzen von Asturien" vor sich: Nach der Hälfte des Rennens hatte Spitzenreiter Alonso schon ein Polster von 10,5 Sekunden und baute seinen Vorsprung immer weiter aus. Als er in der 41. Runde zum zweiten Mal an die Box kam, stand es in der inoffiziellen "Tankstopp-WM" zwischen Renault und Ferrari 2:2. Bei Schumachers Triumphen in Imola und am Nürburgring hatte Ferrari-Superhirn Ross Brawn durch eine ausgeklügelte Strategie die Renaults noch in der Boxengasse geschlagen. Als Schumacher nach dem zweiten Service (46. Runde) wieder auf die Strecke fuhr, reihte er sich hinter Alonso ein und wird wohl gewusst haben: Das war's. Bei nun schon zwölf Sekunden Vorsprung hatte Alonso die alten Verhältnisse wieder hergestellt.
Operation Titelverteidigung im Plan
Mit nun wieder 15 Punkten Vorsprung auf Schumacher läuft das Unternehmen Titelverteidigung für den dreimaligen Saisonsieger Alonso weiterhin planmäßig. Nach dem Spanien-Rennen führt der 24-Jährige die WM-Wertung mit 54 Zählern vor Schumacher (39) und dem finnischen MacLaren-Mercedes-Piloten Kimi Räikkönen (27) souverän an.
Klien nur 13.
Für Klien verlief das Rennen nicht gerade aufregend. "Der Start war nicht wirklich gut, da habe ich zwei Plätze verloren. Danach habe ich lange gebraucht, um Tonio (Liuzzi, Anm.) zu überholen", erklärte der vom 14. Startplatz ins Rennen gegangene Hohenemser. "Platz 13 ist natürlich nicht dort, wo wir sein wollen. Wir müssen uns jetzt Schritt für Schritt nach vorne arbeiten", betonte Klien, der weiterhin wie sein schottischer Teamkollege David Coulthard, der 14. wurde, bei lediglich einem mageren WM-Zähler hält.








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