13.05.2006 16:17 |

German Open

Wiederauflage des Finales aus dem Vorjahr

Nach Tennis-Kurzarbeit machen Justine Henin- Hardenne und Nadia Petrowa wie im Vorjahr den German-Open-Sieg im Damen-Tennis unter sich aus. Die schon drei Mal in Berlin erfolgreiche Belgierin Henin-Hardenne ließ der Weltranglisten-Ersten Amélie Mauresmo am Samstag im Halbfinale mit 6:1, 6:2 keine Chance. Die Französin hatte zuvor die Viertelfinal-Fortsetzung gegen die Schweizerin Martina Hingis mit 6:4 im dritten Satz gewonnen. Petrowa hatte keine Mühe beim 6:1, 6:0 über Chinas Außenseiterin Na Li.

Justine Henin-Hardenne, die seit nunmehr 19 Begegnungen in Berlin ungeschlagen ist, geht nach einer Gala als Favoritin ins Finale, das sie im Vorjahr mit 6:3, 4:6, 6:3 gewonnen hatte. "Alles war super - von Anfang bis Ende", sagte die kleine Kämpferin, die Mauresmo mit ihrem aggressiven Spiel nicht zur Entfaltung kommen ließ. Mit dem fünften Sieg im neunten Vergleich revanchierte sich die Olympiasiegerin für die Niederlage im Australian-Open-Endspiel Ende Januar, als sie wegen Magenschmerzen aufgeben musste. Mauresmo, die 2001 und 2004 im Grunewald gewann, hatte sich Henin-Hardenne in Berlin schon vor drei Jahren im Halbfinale beugen müssen.

Fast hätte sie ihren Platz diesmal Martina Hingis überlassen müssen, die im hochklassigen dritten Satz schon 3:0 und 4:2 geführt hatte. Die Partie am Freitag beim Stand von 4:6, 6:4, aus Mauresmos Sicht wegen Dunkelheit abgebrochen worden. Hingis sprach zwar vom besten Tennis, das sie bisher in diesem Jahr gespielt habe, haderte aber auch wegen der vergebenen Chance, sich zum zweiten Mal nach 1999 sogar in die Siegerliste einzutragen. "Vielleicht hat ein wenig der Glaube gefehlt, nachdem ich gestern einfach reingegangen bin", sagte die ehemalige Nummer eins am Samstag und erklärte: "Vielleicht habe ich schon zu viel überlegt und wollte es zu gut machen."

 

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