Di, 16. Juli 2019
16.06.2015 19:28

Fenninger dreht auf

"Ich kann nicht mehr - ich habe die Lügen satt!"

Jetzt wird's richtig heftig! Im Dauerzwist zwischen Anna Fenninger bzw. ihrem Manager Klaus Kärcher und dem ÖSV meldet sich jetzt die Olympiasiegerin selbst zu Wort. Auf Facebook bezieht sie zur aktuellen Situation Stellung. Und diese hat es in sich. "Ich kann nicht mehr, ich habe all diese Lügen satt", poltert sie unverhohlen.

Seit Monaten schwelte der Konflikt zwischen Anna Fenninger und dem ÖSV - Friedensgipfel hin oder her. Am Dienstagabend schließlich die große Explosion. Mit einem sehr ausführlichen Posting auf Facebook holte Fenninger zum Rundumschlag aus. "Sieben Stunden an einem runden Tisch bespricht man Punkt für Punkt inklusive dem Laureus/Mercedes-Thema. Die Herrschaften zeigen sogar Verständnis und doch ist wieder alles ganz anders. Jetzt verstehe ich auch, warum neutrale Personen an diesem Tisch nicht erwünscht waren", posaunt Österreichs Damen-Aushängeschild.

Das komplette Facebook-Statement von Fenninger lesen Sie hier!

Mercedes vs. Audi
Hintergrund: der Zank um eine Inseratenserie von Merceds mit Fenningers Konterfei. "Mercedes-Benz unterstützt Anna Fenninger in ihrem privaten Engagement für die Laureus Sport for Good Stiftung. Konkret spenden wir 50 Euro pro verkauften Mercedes-Benz CLA Shooting Brake in 2015. Dazu haben wir Schaltungen geplant", rechtfertigte Mercedes am Dienstag die Aktion. Diese war dem ÖSV, allen voran Präsident Peter Schröcksnadel, aber sauer aufgestoßen, zumal Mercedes-Konkurrent Audi als Hauptsponsor des ÖSV firmiert.

Der ÖSV schickte sogar seine Anwälte in die Schlacht, um Mercedes auf die Finger zu klopfen - zumal die Inseratenserie mit Fenninger keineswegs abgesprochen gewesen sei. Die Mercedes-Anwälte sahen dies ganz anders, brachen aber die Kooperation mit Fenninger trotzdem ab und beteuerten, sämtliche Inserate mit Fenninger - "sofern noch möglich" - zu stornieren. Schließlich stehe Fenningers Zukunft als Sportlerin auf dem Spiel.

Frontal-Angriff gegen Schröcksnadel
Doch Fenninger wurde es am Dienstagabend zu bunt. Via Facebook-Statement holte sie zum Rundumschlag aus und rechnete mit dem ÖSV beinhart ab. "Wenn man an einem Punkt angelangt ist und merkt, dass man Jahre lang hintergangen wird, Versprechen nicht eingehalten worden sind, sich fügen ohne Argumentation täglich Brot ist, Wertschätzung gegenüber Frauen an frühere Zeiten erinnert, dass alle nach der Pfeife von nur einem Einzigen tanzen müssen, ist man erfolgreich – muss man geben – man wird hin und her gereicht – und am Ende des Tages? Eas Ergebnis? Ein stolzer Tiroler, der die Hände nicht mehr runter bekommt", so Fenninger.

Das komplette Facebook-Statement von Fenninger lesen Sie hier!

"Meine Meinung zählt nicht"
Fenningers verbale Brutalo-Attacke ist das Ergebnis eines monatelange Konflikts zwischen ihr bzw. ihrem Manager Klaus Kärcher und ÖSV-Präsident Schröcksnadel. Die beiden männlichen Alphatiere waren einander nie grün. Mehrmals war Fenninger nahe gelegt worden, sich von ihrem Manager zu trennen - was für Anna nicht infrage kam. Mit dem im Nachrichtenmagazin "profil" erschienene Mercedes-Inserat erreichte der Knatsch ein neues Niveau. Und brachte bei Fenninger das Fass zum Überlaufen. Sie schließt auf Facebook mit den drastischen Worten: "Wenn wir ehrlich sind, zählt meine Meinung nicht – mir wird sowieso das Wort im Mund umgedreht. Ehrlichkeit hat hier keinen Platz. Ich bin müde und kann nicht mehr. Ich habe all diese Lügen satt!"

Trennung vom ÖSV?
Was das für Fenningers Zukunft bedeutet, ist freilich noch offen. Laut Informationen der "Krone" standen die Zeichen schon vor dem Mercedes-Rückzug auf Trennung vom ÖSV. Das tun sie jetzt freilich umso mehr. Ein Start für eine andere Nation scheint aber unwahrscheinlich. Immerhin müsste Fenninger eine einjährige "Stehzeit" in Kauf nehmen. Was für ihren Manager Kärcher keine Option ist. Eine durchaus realistischere Variante: Fenninger startet künftig im FIS-Zirkus auf eigene Kosten.

Schröcksnadel wird am Donnerstag in Wien vor die Presse treten und zu den aktuellen Entwicklungen rund um Fenninger, Kärcher, Mercedes und Co. Stellung beziehen. Er hatte Fenninger zuvor fehlende Teamfähigkeit und Toleranz attestiert. Ob er seine Meinung nach der der jüngsten Facebook-Attacke Fenningers ändert?

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker
Totaler Unterschied
Neymar und Ronaldo: Superstars in eigenen Welten!
Fußball International
Flucht vor Hummels
34 Mio. €! PSG krallt sich DIESEN BVB-Verteidiger
Fußball International
Nach Copa-Abrechnung
Lionel Messi: Sein Lachen ist zurück!
Fußball International
Im Barcelona-Training
Griezmann kassiert zum Einstand „Doppelgurkerl“
Fußball International
Für PSG „lächerlich“
Neymar: Barca bietet Coutinho, Dembele & 40 Mille
Fußball International
Erst 21 Jahre alt
Sabitzer-Konkurrenz? Leipzig angelt sich PSG-Juwel
Fußball International
Spielplan
14.07.
15.07.
16.07.
17.07.
18.07.
20.07.
21.07.
Russland - Premier League
Republican FC Akhmat Grozny
1:0
FC Krasnodar
Russland - Premier League
FC Lokomotiv Moskau
1:1
FC Rubin Kazan
UEFA Europa League
Tobol Kostanay
14.00
AS La Jeunesse D Esch/Alzette
Gjorce Petrov
16.30
Alashkert
FC Kairat Almaty
16.30
NK Siroki Brijeg
KS Teuta Durres
17.00
FK Ventspils
FC Inter Turku
17.30
Bröndby IF
FK Rigas Futbola Skola
18.00
NK Olimpija Ljubljana
Levadia Tallinn
18.00
Stjarnan Gardabae
Rovaniemen Palloseura
18.00
Aberdeen FC
Universitatea Craiova 1948 CS
18.00
Sabayil
FC Dinamo Minsk
18.30
FK Liepaja
Levski Sofia
18.30
MFk Ruzomberok
FK Neftchi Baku
19.00
Csf Speranta Nisporeni
FC Vaduz
19.00
Breidablik Kopavogur
FC Torpedo 2008 Kutaisi
19.00
FC Ordabasy
FC Milsami
19.00
Fotbal Club FCSB
Hsk Zrinjski Mostar
19.00
FK Akademija Pandev
Zalgiris Vilnius
19.00
Budapest Honved FC
FC Petrocub
19.00
AEK Larnaca FC
Apollon Limassol FC
19.00
FK Kauno Zalgiris
Cracovia Krakau
19.00
Dac 1904 Dunajska Streda
FK Haugesund
19.00
Cliftonville FC
Hapoel Beer Sheva FC
19.30
KF Laci
UE Engordany
19.30
FC Dinamo Tiflis
FC Progres Niederkorn
19.30
Cork City FC
IFK Norrköping
20.00
Saint Patrick's Athletic FC
HNK Hajduk Split
20.00
Gzira United FC
NS Mura
20.00
Maccabi Haifa FC
KS Kukesi
20.00
Debreceni VSC
B36 Torshavn
20.00
Crusaders FC
Fehervar FC
20.00
FK Zeta Golubovci
Hibernians FC
20.00
FC Shakhter Soligorsk
FC Vitebsk
20.30
Kuopion Palloseura
FK Skopje
20.30
FC Pyunik Yerevan
FK Radnicki Nis
20.45
FC Flora Tallinn
NK Domzale
20.45
Balzan Youths
FK Buducnost
20.45
JK Narva Trans
Kilmarnock FC
20.45
Connah's Quay Nomads FC
FC Spartak Trnava
20.45
FK Radnik Bijeljina
Rangers FC
20.45
FC St Josephs
Ballymena United FC
20.45
Malmö FF
Shamrock Rovers FC
21.00
SK Brann
KR Reykjavik
21.00
Molde FK
Legia Warschau
21.00
FC College Europa

Newsletter