Mi, 15. August 2018

Neues Maßnahmenpaket

21.04.2015 15:50

Transparentere Wartelisten

Die Unfallchirurgen machen richtig „Stress“, lange Wartezeiten werden beklagt, und wenn die freiwilligen Dienste ausbleiben, wird’s für uns alle ernst: Spitalslandesrat Christopher Drexler geht aus aktuellen Anlässen jetzt in die Offensive: „Es gibt einiges zu verbessern – aber ich lass mir unser System nicht krank reden!“

Wir haben es berichtet: Zwischen Unfallchirurgen und KAGes tobt seit Jahren ein wilder Konflikt. Optisch schief wirkt, dass ausgerechnet zwei der „Aufmüpfigen“ jetzt versetzt bzw. „verabschiedet“ wurden. „Das Ausscheiden eines einzelnen Mediziners bringt unser System nicht ins Wanken“, sagt dazu Christopher Drexler sehr bestimmt. Und  darauf, dass aber viele Unfallchirurgen „Gefahr in Verzug“ für die Patienten ausgerufen haben, gibt  KAGes-Vorstand Karlheinz Tscheliessnigg seine  Sicht der Dinge: „Unfallchirurgen sind Herdentiere. Wenn der vorderste sagt, das unterschreiben wir, dann unterschreiben das alle.“ Doch man sei   bestrebt, den Konflikt beizulegen. Der Spitalslandesrat hat dazu am Montag mit verfügbaren Ärzten und dem Personal Gespräche. Weiters sei dort die Warteliste – durch die Zusammenarbeit mit den Orthopäden und die Zuweisung von Patienten entsprechend ihrer Wohnsituation – schon geschrumpft.

Kürzere Wartezeit
Zum neu geschnürten Maßnahmenpaket gehören für Christopher Drexler grundsätzlich kürzere und transparentere Wartelisten. Was das Opt Out betrifft – freiwillige Dienste von Ärzten, um das System zu erhalten – sagt Tscheliessnigg klar: „Wir sind darauf angewiesen. Wenn die Ärzte nicht da sind, gibt es Leistungseinschränkungen.“
Doch man lege mit 68 Prozent, die mitmachen, weit höher als jedes andere Bundesland. Und hätte bereits 40 Prozent der 110 zusätzlich benötigten Ärzte akquiriert.

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