Do, 16. August 2018

Ex-Freund geständig

24.01.2015 17:43

Schwangere lebendig verbrannt: Zwei Männer in Haft

Nach der Bluttat in Berlin sind am Samstag grausige Details des Falls bekannt geworden: Eine am Freitag tot in einem Waldstück der deutschen Hauptstadt tot entdeckte hochschwangere 19-Jährige soll von zwei jungen Männern angezündet und ermordet worden sein. Der Ex-Freund der jungen Frau und einer seiner Freunde sollen der 19-Jährigen außerdem mehrmals mit einem Messer in den Bauch gestochen haben. Danach verbrannte die Frau bei lebendigem Leibe.

Der Ex-Freund des Opfers war bereits am Freitag festgenommen worden. Die Polizei nahm am Samstag nach intensiven Ermittlungen zudem einen Freund des jungen Mannes fest. Die beiden Verdächtigen sind, wie auch das Opfer, 19 Jahre alt, einer von ihnen hat bereits gestanden, wie eine Polizeisprecherin am Samstag sagte.

Den beiden Männern wird gemeinschaftlicher Mord und gemeinschaftlicher Schwangerschaftsabbruch vorgeworfen. Die Verdächtigen und das Opfer hätten alle in der Hauptstadt gelebt, sagte die Polizeisprecherin.

Frau bei lebendigem Leibe verbrannt
Spaziergänger hatten die Leiche der jungen Frau am Freitag gegen 7.45 Uhr nahe einem Waldweg entdeckt. Ihr Hund hatte gebellt und sich auffällig benommen. Sie fanden den verbrannten Körper und riefen die Polizei. Die Polizei hatte bald nach dem Leichenfund bekannt gegeben, dass die Frau gewaltsam zu Tode kam. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Nach der Obduktion wurde dann am Freitagabend bekannt, dass die Frau bei lebendigem Leibe verbrannte.

Am Tatort in Berlin-Adlershof wurden am Samstag Blumen abgelegt und Kerzen aufgestellt. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller zeigte sich "zutiefst schockiert über den unfassbaren und grausamen Mord an einer Schwangeren". "Die Täter gingen mit äußerster Brutalität vor", sagte Müller. "Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden des Opfers", so der Regierungschef.

Im Oktober 2013 hatte ein ähnlicher Fall in Berlin für Schlagzeilen gesorgt. Aus Eifersucht hatte ein Informatiker damals seine schlafende Freundin mit Spiritus übergossen und angezündet. Die Lehrerin starb, der Täter wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

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