Yvonne Anreitter war ein Energiebündel, heute bestimmt die Erkrankung ME/CFS ihren Alltag. Ein Leben, das fast nur noch im Liegen stattfindet. Heilung gibt es derzeit noch keine, aber die Forschung läuft. Wie die Ärzte Yvonnes Symptome behandeln, und warum eine Technik namens „Pacing“ empfohlen wird.
Yvonne Anreitters Tag beginnt zwischen 8 und 9 Uhr. Die 53-Jährige steht auf, frühstückt und legt sich wieder hin. Dann schläft sie bis 13 oder 14 Uhr. Manchmal auch länger. Später geht sie ins Bad, isst und sieht fern. Viel mehr ist nicht drin. Eisbär, der Malteser-Hund, muss oft zu den Schwiegereltern, weil Yvonne die Kraft fehlt, Gassi zu gehen. Nachts schläft sie schlecht, Albträume quälen sie. Manchmal liegt die Frau sogar mehrere Nächte wach, „ohne Schlafmittel würde es nicht gehen“, erzählt sie. Dabei war ihr Leben einmal ganz anders.
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