¿Weiße Macht¿

Schnee reißt sogar Lawinenschutz nieder

Es ist ein heimlicher Kampf: Der schneereiche Winter testet die Lawinenverbauungen ob der Enns bis an die Grenzen. In Burgau am Attersee donnerten trotz der Fangnetze 900 Kubikmeter auf die Seeleiten Bundesstraße. Aber in Ebensee konnten die Dämme vier Häuser vor der Zerstörung bewahren.

Sie gehören in diesem Winter zum Verkehrsfunk wie das Amen zum Gebet: Die Hallstättersee Straße und die Seeleiten Bundesstraße. Während die Verbindung nach Obertraun vorwiegend aus Sicherheitsgründen allein seit Jahresbeginn mindestens fünf Mal gesperrt war, donnerten in der Ortschaft Burgau bereits zwei Mal Lawinen auf die Seeleiten Bundesstraße. „Der erste Abgang war am 11. Februar, 900 Kubikmeter Schnee, Eis und Geröll donnerten ins Tal. Am 15. Februar hatten wir endlich alles weggeräumt. Aber am 16. Februar kam die nächste Lawine. Die Schutznetze waren zerrissen“, so der Seewalchener Straßenmeister Franz Lohninger.

Die Schneemassen wurden mit dem Bagger auf Lkw umgeladen und zu einem Lagerplatz gebracht. Denn die Unteracher Atterseebucht ist zugefroren. Erst gestern wurde die Bundesstraße wieder geöffnet.

Der langwierige und mühsame Kampf gegen die weiße Gefahr wird von Wolfgang Gasperl, dem Sektionsleiter für Wildbach- und Lawinenverbauung, geführt. Er freut sich über Erfolge wie in Ebensee. Dort wurde zwar die Alte Ischlerstraße von Lawinen blockiert, Steindämme und Fallböden retteten aber vier Häuser vor der sicheren Zerstörung.
Der Regen bremste die Lawinengefahr. Doch es soll wieder schneien…

 

 

 

Foto: Horst Einöder

Montag, 21. Juni 2021
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