Tote und Verletzte
Mülldeponie rutschte auf Siedlung in Guinea
In Guinea ist eine Mülldeponie auf ein Wohngebiet abgerutscht. Mindestens 30 Menschen kamen ums Leben, 22 weitere wurden verletzt. Vor dem Unglück hatte es schwere Regenfälle gegeben. Die Regierung hatte noch eine Räumung des Gebiets angeordnet, weil die Deponie instabil geworden war.
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Sonntag. Die Müllkippe rutschte ab und begrub die angrenzende Siedlung unter sich. Mindestens 30 Menschen kamen ums Leben. 22 weitere wurden verletzt, sechs von ihnen schwer. Am Sonntag dauerten die Suche nach möglichen Verschütteten und die Bergung von Leichen weiter an.
Guineas Premierminister Amadou Oury Bah besuchte den Unglücksort und sprach den Betroffenen im Namen der Regierung sein Beileid aus. Der im Exil lebende Oppositionspolitiker und ehemalige Regierungschef Cellou Dalein Diallo schrieb auf Facebook, das Unglück sei „umso beunruhigender, als die Schließung der Deponie für diesen Sonntag (23. August, Anm.)“ angekündigt worden war. Die Behörden müssten nun die Umstände klären, die zu der Katastrophe geführt hätten, und daraus Konsequenzen ziehen.
Hier hat sich das schwere Unglück ereignet:
In Dar-es-Salam, einer der ärmsten Gegenden von Conakry, war es bereits 2017 zu einem Erdrutsch mit neun Todesopfern gekommen. Das westafrikanische Land Guinea gehört trotz großen Rohstoffreichtums zu den ärmsten Staaten der Welt. Viele der ungefähr 15 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner haben nur unzureichenden Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung, Strom und sauberem Trinkwasser.

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