„Es wird sehr voll“

Neue Öffi-Tangente soll jetzt Super-GAU verhindern

Wien
24.08.2026 15:14

Ab nächster Woche ist die Straßenbahnlinie 18 durch den Prater bis zum Stadion unterwegs. Auch sie soll die bereits gravierenden Auswirkungen der S-Bahn-Sperre abfedern. Doch kann das wirklich gelingen?

Weil die Mega-Sperre der S-Bahn-Stammstrecke zwischen Hauptbahnhof und Praterstern bereits vorgezogen wurde, sind bereits jetzt viele Wiener und Pendler auf den Ausweichstrecken unterwegs. Etwa 250.000 Fahrgäste müssen sich jetzt im Netz verteilen. Vor allem die U-Bahnlinien U1, U2, U4 und U6 sind voller als je zuvor.

Stadträtin Ulli Sima (SPÖ), Wiener Stadtwerke Vizedirektorin Monika Unterholzner und Wiener ...
Stadträtin Ulli Sima (SPÖ), Wiener Stadtwerke Vizedirektorin Monika Unterholzner und Wiener Linien-Chefin Alexander Reinagl bei der neuen Strecke, direkt beim Ernst-Happel-Stadion.(Bild: Martin A. Jöchl)

Eine wichtige Rolle kommt daher auch der Straßenbahnlinie 18 zu. Bereits ab 5. September fährt sie von der bisherigen Endstation U3 Schlachthausgasse weiter durch den Prater bis zur U2-Station Stadion. Insgesamt kommen durch die Verlängerung 3,1 Kilometer neue Strecke und 7 neue Haltestellen dazu. Die „Krone“ hatte zuerst darüber berichtet.

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Es wird sehr voll und kuschelig werden, besonders in den Stoßzeiten. Für die Zeit der S-Bahn-Sperre sind wir aber sehr gut vorbereitet.

Wiener Linien Chefin Alexandra Reinagl

Auch die neuen Stadtentwicklungsgebiete werden mit der neuen Bim besser angebunden: Wohnprojekte wie das Viertel Zwei, Schnirchgasse/Triiiple-Tower, Eurogate und das Sonnwendviertel sollen von der direkten Anbindung bis zum Stadion profitieren. Auch das neue Fernbus-Terminal am Handelskai beim Stadion Center wird jetzt mit dem Hauptbahnhof und Westbahnhof verbunden. Montagvormittag fand eine prominent besetzte Premierenfahrt statt. Mit dabei waren unter anderem Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), Wiener Linien Chefin Alexandra Reinagl und Wiener Stadtwerke Vize Monika Unterholzner. Befahren wird die neue Strecke natürlich schon länger. Für Testzwecke.

Der echte Öffi-Stresstest kommt erst noch
Spätestens nächste Woche, zu Schulbeginn, wird sich dann zeigen, ob Wiens Öffinetz auch wirklich für den Stresstest gewappnet ist. Wiener Linien Chefin Alexandra Reinagl versucht im Gespräch mit der „Krone“ jedenfalls alle Zweifel zu entkräften. Bereits den ganzen Sommer sei man mit Verstärkungsmaßnahmen unterwegs, zudem gibt es bei den U-Bahnen diesmal auch keinen Ferienfahrplan. Auf der Linie O fahren seit der vorgezogenen Sperre der Schnellbahn außerdem nur lange Garnituren. Die Linie 62 wurde auch schon bis Quartier Belvedere vorgezogen. „Das Fahrgastaufkommen ist derzeit noch überschaubar. Wir holen aber alles was geht aus unserem Netz heraus“, verspricht Reinagl. Die Linie 18 wird übrigens im 6-Minuten-Intervall unterwegs sein.

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