Mo, 25. Juni 2018

Wegen Sparmaßnahmen

10.07.2014 13:36

Eine Million britische Staatsbedienstete im Streik

Aus Protest gegen die Sparmaßnahmen der britischen Regierung im öffentlichen Dienst haben am Donnerstag nach Gewerkschaftsangaben mehr als eine Million Staatsbedienstete ihre Arbeit niedergelegt. An dem größten Streik seit dem Amtsantritt des konservativen Premierministers David Cameron beteiligte sich ein breites Spektrum von Berufsgruppen, wie Beamte, Lehrer und Straßenkehrer.

Die Gewerkschaften protestieren mit dem Streik dagegen, dass die Gehälter seit Jahren nicht mit den steigenden Lebenshaltungskosten Schritt halten.

Camerons Regierung hatte 2010 die Gehälter im öffentlichen Dienst für zwei Jahre eingefroren und erhöhte sie seitdem nur in begrenztem Maß. Die Generalsekretärin des gewerkschaftlichen Dachverbands Trades Union Congress, Frances O'Grady, sagte, die Streikenden forderten, nicht von der wirtschaftlichen Erholung ausgeschlossen zu werden. "Wir sollten alle einen fairen Anteil erhalten, da die Wirtschaft wächst", sagte O'Grady. Die britische Wirtschaft war infolge der globalen Finanzkrise 2008 stark eingebrochen, überwand die Rezession jedoch ein Jahr später.

Der Minister für Kabinettsangelegenheiten, Francis Maude, verteidigte die bisherige Politik und nannte den Streik nicht gerechtfertigt. "Wir sind durch eine tiefe, tiefe Rezession gegangen, wir hatten ein riesiges Budgetdefizit und brauchten Zurückhaltung bei den Gehältern", sagte Maude der BBC. Zudem hätten die Gehälter im öffentlichen Dienst stärker zugelegt als jene in der Privatwirtschaft. "Hätten wir sie mehr erhöht, wären mehr Jobs verloren gegangen", so Maude.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.