Strahlender Sonnenschein, Plusgrade und dennoch ein – vom Team des Skiclub Montafon und den Kindern der Skimittelschule Schruns – perfekt in Schuss gehaltener Kurs! Das gab es am Mittwoch in der Silvretta Montafon, wo die rot-weiß-roten Top-AthletInnen ihre Staatsmeister kürten. Neben zwei Favoritensiegen schafften es mit den Lussnig-Geschwistern auch zwei Lokalmatadore aufs Podest.
„Auf diese Art wollte ich eigentlich nicht Bronze gewinnen“, litt die Klauserin Leonie Lussnig mit Isabel Hofherr mit, die im Finale beim Zielsprung gestürzt war und so den zu Rang drei für die 20-Jährige frei machte. Zum Glück blieb die Tirolerin unverletzt und konnte sich in der Folge mit Lussnig, der zweitplatzierten Christina Födermayr und Siegerin Katrin Ofner freuen.
Ofner zählt die Titel nicht
„Das war sicher schon der zehnte Titel, aber exakt weiß ich es gar nicht. Da müsste ich mal nachzählen“, sagte die 36-jährige Steirerin und korrigierte so die Statistik des internationalen Skiverbands, für die es „erst“ Titel Nummer sieben gewesen wäre. „Das ist ein schöner Abschluss der Saison und cool zu sehen, dass ich Jungen noch immer im Griff habe.“ Ob die Kästle-Pilotin auch 2027 bei der Heim-WM noch dabei sein wird, will sie in den nächsten Wochen entscheiden.
Kappacher mit zweitem Titel
Dort möchte der Salzburger Adam Kappacher auf jeden Fall dabei sein, der sich gestern am Fredakopf seinen zweiten Titel nach 2018 holte. „Die jungen Buben haben mir ordentlich Feuer gemacht“, schmunzelte der 32-Jährige, der sich im Finale vor dem Kärntner Moritz Opetnik und den Vorarlbergern Nicolas Lussnig und Claudio Andreatta durchsetzte. „Mehr geht immer, aber mit Platz drei bin ich zufrieden“, freute sich „Nici“, der mit Schwester Leonie auch die „inoffzielle“ Familienwertung gewinnen konnte.
ÖSV-Asse bleiben noch im Montafon
Für Begeisterung sorgte bei allen Aktiven der Kurs am Grasjoch, der vom Skiclub Montafon top hergerichtet wurde und auf dem das ÖSV-Team noch zwei Tage Extra-Training einlegen wird.
So ehrlich muss man sein: Die vergangenen Jahre waren für die ÖSV-Skicrosser und -Skicrosserinnen nicht unbedingt von Seriensiegen gekennzeichnet. Seit 1. Jänner 2020 waren es im Weltcup gerade einmal sieben Siege. Zwei durch den im Herbst 2024 zurückgetretenen Dornbirner Mathias Graf, zwei durch Johnny Rohrweck, sowie jeweils einen durch Tristan Takats, Katrin Ofner und Adam Kappacher.
Bis zur WM muss alles versucht werden!
Wie schnell es in dieser Sportart gehen kann, zeigen aber zwei Beispiele: So hätte kaum einer geglaubt, dass Satoshi Furuno (Jap) bei Olympia als Vierter nur knapp an einer Medaille vorbeifährt. Oder der 21-jährige Kaleb Barnum (Kan) beim Heimweltcup in Craigleith Zweiter wird, nachdem er zuvor Rang 22 in Serbien als bestes Resultat stehen hatte. Wer sagt, dass so etwas nicht auch im ÖSV-Team möglich ist? Im Idealfall bei der Heim-WM 2027 im Montafon. Eines ist klar: Wird seitens des Verbands nicht alles versucht und investiert, so ein „Wunder“ Realität werden zu lassen, müsste man sich das vorwerfen lassen.
Die fehlende Lobby
Allerdings scheint hier die Lobby zu fehlen. Dazu passt auch, dass am Mittwoch kein einziges Mitglied des ÖSV-Präsidiums am Fredakopf vor Ort war. Genauso fehlte ein offizieller Vertreter des Vorarlberger Skiverbandes. Eigentlich ein Schlag ins Gesicht. Sowohl jenes der Aktiven aber vorallem auch einer in jenes der vielen freiwilligen Helfer des Skiclub Montafon.
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