Olympia-Wirbel um einen „Wonderbra“! Die britische Ex-Skirennläuferin Chemmy Alcott packt über einen kuriosen Vorfall bei den Winterspielen 2010 in Vancouver aus und sorgt mit ihrer Geschichte für Staunen.
„Ich bin mit gebrochenen Rippen nach Vancouver gereist, um dort Rennen zu fahren. Die Ärzte von Team GB waren besorgt, also schickten sie mich los, um eine synthetische Brustplatte anfertigen zu lassen“, erzählte Alcott im Podcast „The Sports Agents“. „An diesem Tag trug ich zufällig einen Wonderbra (BH, der die Brust größer erscheinen lässt, Anm. d. Red.), deshalb wurde die Platte deutlich größer als meine normale Größe angefertigt.“
„Eigentlich eher für Lady Gaga geeignet“
Die Schutzplatte wurde nämlich über ihrem BH vermessen und entsprechend dimensioniert. Im Wettkampf folgte das böse Erwachen. Alcott: „Als ich versuchte, damit zu fahren, wurde sie verboten, weil sie aus aerodynamischen Gründen nicht genügend Luft durchließ. Ich dachte nur: ‘Ich habe gebrochene Rippen und will mich nicht noch einmal verletzen – und jetzt habe ich diese Brustplatte, die eigentlich eher für Lady Gaga geeignet ist!‘“
Die Offiziellen entschieden, dass der überdimensionierte Schutz nicht regelkonform sei. Für Alcott blieb nur die Wahl: ohne Brustplatte starten – oder gar nicht.
Trotz Verletzung überall am Start
Alcott biss die Zähne zusammen und ging bei ihren vierten Olympischen Winterspielen (2002, 2006, 2010 und 2014) trotz Verletzung in allen fünf alpinen Disziplinen an den Start. Ihr bestes Ergebnis war Rang elf in der Super-Kombination. Sie zählt bis heute zu den bekanntesten britischen Wintersportlerinnen und ist während der Olympischen Spiele in Cortina als TV-Moderatorin für die BBC im Einsatz.
Alcotts Geschichte aus Vancouver ist ein weiteres Beispiel dafür, wie schmal bei Olympia die Grenze zwischen Drama und Durchhaltewillen sein kann.
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