Ukrainer teilt aus:

„Das Olympische Komitee macht sich zum Komplizen“

Olympia
17.02.2026 09:58
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Wladyslaw Heraskewytsch ist nach seinem Ausschluss von den olympischen Skeleton-Bewerben eigenen Angaben zufolge wieder zurück in der Ukraine. Der 27-Jährige veröffentlichte ein Video, das ihn seinen Worten zufolge in Kiew zeigt. Er befinde sich vor der Sophienkathedrale, die in der Dunkelheit nicht hinter ihm zu erkennen ist. Heraskewytsch macht dafür die russischen Angriffe verantwortlich.

Immer mehr russische Athleten kehrten in die internationale Arena zurück, während Ukrainer weiterhin in einer humanitären Katastrophe lebten, die durch russischen Beschuss ausgelöst werde, schrieb Heraskewytsch. Das Internationale Olympische Komitee mache sich praktisch zum Komplizen, wenn es bei der russischen Propaganda mitspiele. Er schrieb auch: „Trotz der Stromausfälle ist daheim immer noch der beste Ort.“

Durfte Helm mit Bildern Getöteter nicht tragen
Der 27-Jährige war bei den Winterspielen in Italien kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom IOC untersagten Helm verzichten wollte. Der Kopfschutz zeigt die Bilder von mehr als 20 Sportlerinnen und Sportlern, die infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ums Leben gekommen sind.

In einem Eilverfahren hatte der Internationale Sportgerichtshof CAS die Entscheidung des zuständigen Weltverbands IBSF bestätigt. Heraskewytsch hatte erst zuletzt bekräftigt, dass er aus seiner Sicht keinen der ihm vom IOC vorgeworfenen Verstöße begangen habe. Das IOC und später auch der CAS hatten sich auf die Regeln der Olympischen Charta berufen. Diese schränkt Meinungsäußerungen von Sportlern an den olympischen Wettkampfstätten und bei Zeremonien ein, politische Botschaften sind verboten.

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