Unruhe in Hoffenheim

Team steht in „Kasperl-Theater“ hinter Ilzer & Co.

Deutsche Bundesliga
09.02.2026 11:05
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Die 1:5-Niederlage bei Leader Bayern München war für die TSG Hoffenheim am Sonntag das eine, der vereinsinterne Machtkampf das andere. Mit Tormann Oliver Baumann und Mittelfeldmann Grischa Prömel bezogen nach dem Spiel zwei Führungsspieler bemerkenswert deutlich Position für Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker und dessen steirischen Landsmann, Trainer Christian Ilzer. „Wir stehen alle hinter den beiden“, sagte DFB-Teamgoalie Baumann.

„Er und Christian haben diese Mannschaft aufgebaut. (...) Wenn wir auf dem Weg bleiben – das wünsche ich mir -, kann es eine sehr erfolgreiche Saison werden“, meinte Baumann, der mit seiner Truppe als Tabellendritter weiter die Champions League anvisiert. Prömel betonte ebenfalls, dass die Mannschaft hinter Schicker stehe. „Das steht außer Frage. Wir sind froh, was für eine Arbeit er leistet. Ich persönlich habe einen engen Draht zu ihm.“ Es sei „einfach ein geiler Weg“ mit Schicker. „Er hat eine super Mannschaft zusammengestellt.“

Oliver Baumann
Oliver Baumann(Bild: GEPA)

„Kasperl-Theater“
Am heutigen Montag könnte es bei einer Gesellschafterversammlung im Kraichgau zum Showdown um Schickers Zukunft kommen. Der 39-Jährige will eine mögliche Degradierung zum Sportdirektor keinesfalls hinnehmen. „Ich kann nur sagen, dass ich nur als Geschäftsführer Sport weitermache, weil man ja sieht, dass wir was entwickelt haben in den letzten Monaten“, sagte er der ARD. „Ich will den Weg hier definitiv weitergehen. Und dann werden wir morgen sehen, ob das dann so ist oder nicht“, sagte Schicker, für den die aktuellen Vorgänge bei der TSG ein „Kasperl-Theater“ sind.

Auch Ilzer steht hinter seinem Weggefährten Schicker. „Ich kann einfach sagen, dass Andi Rahmenbedingungen für erfolgreiches Arbeiten herstellt“, sagte Ilzer. Das gelte gerade auch für seine Kernaufgabe als Trainer: „Ich schätze seine Arbeitsweise.“ Auch seine Zukunft sei tangiert, „wenn sich wer einbildet, er muss etwas verändern“. Das war wohl eine Botschaft an den Interims-Vereinsvorsitzenden Christoph Henssler: „Das sind Faktoren, die ich dann auch für mich sehr genau beurteilen möchte.“

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