Üppige Gewinne der EVN oder hohe Investitionen? Der Streit um den Gewinn der EVN war im Landtag Thema. Die SPÖ fordert eine Auszahlung von Geld, die ÖVP kontert: „Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!“
Übergewinne im Energiesektor sind derzeit das Streitthema. Im Ausweichquartier des Landtages, weil der große Sitzungssaal gebaut wird, im Regierungsviertel St. Pölten wurde darüber gestern heftig debattiert. SPÖ-Abgeordnete Kerstin Suchan-Mayr forderte im Rahmen einer aktuellen Stunde: „Die EVN muss Übergewinne an die Kunden zurückzahlen.“
Doch laut Kritikern stimmt die Rechnung nicht. Die EVN habe 1,4 Milliarden Euro Konzerngewinn gemacht, aber im gleichen Zeitraum 2,4 Milliarden in den Ausbau der Infrastruktur investiert. Im Strom- und Gashandel gab es sogar ein Minus von 390 Millionen Euro. Gleichzeitig flossen allerdings auch 233 Millionen Euro an Dividende an das Land.
Neos- Sprecher Christoph Müller begann mit einem (politischen) Wunsch: „Es sollten mehr Menschen einen Volkswirtschaftslehre-Einführungskurs machen.“ Er kritisierte aber auch die Höhe der Netzkosten. ÖVP-Politiker Josef Edlinger ergänzte: „Die Preisanstiege der Vergangenheit sind eine extreme Belastung für Familien und Unternehmen. Aber die EVN muss 60 Prozent des Stroms auf dem Markt kaufen.“ Trotzdem habe man die ärgsten Preisspitzen abfedern können und nun sinke der Strompreis.
„Diskussion um Start am 1. April
ÖVP-Landesgeschäftsführer Matthias Zauber räumte dann noch mit dem Streit um den Beginn der Strompreissenkung mit 1. April auf: „Früher ging es nicht, weil Smart-Meter umgestellt werden müssen und man auf den Sozialtarif der Bundesregierung warten muss. Das ist in der Verantwortung des SPÖ-Finanzministers und wird eben am 1. April geltend.“
Der nächste wichtige Schritt ist nun, nach Ansicht der niederösterreichischen Politiker, eine Senkung der Netzkosten (siehe Linkbox).
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