Oft zu spät erkannt

Mehr Nierenleiden: Was hinter dem Anstieg steckt

Tirol
28.01.2026 08:00

Zu den Aufgaben der Nieren gehört die Blutreinigung und die Regulierung des Blutdrucks. Immer öfter ist das wichtige Organ jedoch geschädigt. Rund jede zehnte Person in Österreich ist betroffen. Warum der Anteil weiter steigen wird. 

Vieles kann uns an die Nieren gehen. „Mit einer alternden Bevölkerung und verbreiteten Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes steigt die Häufigkeit von Nierenerkrankungen“, erklärt der Mediziner Andreas Kronbichler. Er ist der neue Direktor der Innsbrucker Universitätsklinik für Innere Medizin IV. Dort widmet sich der Arzt und Wissenschaftler mit seinem Team in einem Schwerpunkt Nierenerkrankungen.

Nierenerkrankung auch als Folge einer Krebstherapie
Rund jede zehnte Frau und jeder zehnte Mann in Österreich ist von einem Nierenleiden betroffen. „In der Liste der häufigsten Ursachen für einen frühzeitigen Tod werden Nierenerkrankungen laut Prognosen bis 2040 auf Platz fünf vorrücken“, erklärt Kronbichler. Falsche Ernährung, wenig Bewegung, Übergewicht sind nur ein paar Gründe dafür. „Wir sehen auch, dass moderne Krebstherapien in vielen Fällen mit Nebenwirkungen für die Nieren verbunden sind“, erwähnt der neue Klinik-Direktor eine weitere Ursache für Erkrankungen.

Mediziner und Neo-Direktor Andreas Kronbichler (Mi.) im Gespräch mit Alois Obwegeser (Ärztl. ...
Mediziner und Neo-Direktor Andreas Kronbichler (Mi.) im Gespräch mit Alois Obwegeser (Ärztl. Direktor Klinik Innsbruck) und Gert Mayer, Rektor der Medizin-Uni Innsbruck (re.).(Bild: Christof Birbaumer)

Frühe Dialyse kann verhindert werden
Kronbichler kann aber auch Positives aus der Forschung berichten. Denn dank neuer Therapien kann immer mehr Betroffenen eine Dialyse (künstliche Blutwäsche) oder eine Nierentransplantation erspart werden und die Nierenfunktion länger als bisher erhalten bleiben.

Mediziner für mehr Kontrolle
Zu wenig werde aktuell in der Gesundheitsversorgung auf Anzeichen möglicher Nierenschäden geachtet, Betroffene merken diese erst spät. Mithilfe eines Blut- und eines Urintests können Schäden früh erkannt werden. Mediziner Kronbichler plädiert für ein entsprechendes Screening: „Vor allem bei Menschen mit Bluthochdruck oder Diabetes schon in jüngeren Jahren.“ Damit könne das Risiko für ein Nierenversagen besser vorhergesagt und minimiert werden.

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