



Der tödliche Auffahrunfall am Dienstagnachmittag auf der Inntalautobahn im Tiroler Unterland ist leider kein Einzelfall: In den vergangenen Monaten und Jahren kam es auf der Brenner-Transitroute immer wieder zu Horrorunfällen, bei denen Menschen ums Leben kamen. Oft handelte es sich um Auffahrunfälle, bei denen Autos und Lkw involviert waren.
Dienstagnachmittag, 14.15 Uhr, Radfeld im Bezirk Kufstein: Ein 48-jähriger Einheimischer fuhr mit seinem Kleintransporter auf der A12 Inntalautobahn am rechten Fahrstreifen in Richtung Innsbruck. Aufgrund von Überlastung war es – wieder einmal – zu einem Lkw-Stau gekommen. Aus unbekannter Ursache übersah der 48-Jährige das Stauende. Nahezu ungebremst krachte er mit dem Klein-Lkw gegen einen bereits stehenden Sattelschlepper.
Lenker hatte keine Überlebenschance
Die Fahrerkabine des Kleintransporters wurde durch die Wucht des Aufpralls komplett demoliert. Der Lenker hatte keine Überlebenschance. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.




Der 28-jährige Fahrer des italienischen Sattelschleppers kam unverletzt mit dem Schrecken davon. Aufgrund des Unfalls kam es zu einem fast 20 Kilometer langen Rückstau.
Auffahrunfälle wie dieser sind auf der Brenner-Transitroute leider keine Seltenheit. Immer wieder kam es in den vergangenen Monaten und Jahren zu derartigen Horror-Kollisionen mit tödlichem Ausgang. Ein paar Beispiele:
Erst Mitte Dezember starb eine 38-jährige Einheimische in Steinach am Brenner. Sie war mit ihrem Auto auf der A13 von hinten auf einen Lkw aufgefahren, der verkehrsbedingt auf Schritttempo abbremsen musste. Die Frau wurde im Wrack eingeklemmt. Die Einsatzkräfte konnten ihr leider nicht mehr helfen, sie verstarb noch an der Unfallstelle.
Ende Oktober krachte ein 22-jähriger Italiener auf der A12 bei Langkampfen beim Überholen ungebremst gegen einen Lastwagen und prallte dann noch gegen einen weiteren Sattelschlepper. Der Lenker wurde unter laufender Reanimation ins Spital gebracht, wo er letztlich starb! Sein 21-jähriger Beifahrer überlebte den Unfall erheblich verletzt.
Kleinwagen bohrte sich unter Lkw
Juli 2025, A13 Brennerautobahn bei Matrei: Ein 32-jähriger Mann fuhr mit seinem Kleinwagen nahezu ungebremst auf einen Lastwagen auf. Durch die Wucht des Aufpralls bohrte sich der Wagen regelrecht unter den Lkw-Auflieger. Für den Ungar kam jede Hilfe zu spät – er dürfte auf der Stelle tot gewesen sein.
Zwei Tote hat Ende Mai ein Unfall auf der Südtiroler Brennerautobahn (A22) zwischen Klausen und Brixen gefordert. Ein Lieferwagen war auf einen stehenden Lkw mit rumänischem Kennzeichen aufgefahren.

Auch in den Jahren zuvor kam es immer wieder zu tödlichen Unfällen: Im Mai 2022 starb etwa ein 41-jähriger Einheimischer, nachdem er auf der A12 bei Langkampfen das Ende eines Staus übersehen hatte und ungebremst auf einen Lkw aufgefahren war. Im April 2021 endete ein Auffahrunfall auf der A12 bei Wörgl für einen 27-jährigen Arbeiter tödlich. Er war mit einem Firmenwagen gegen einen stehenden Lastwagen gekracht.
Es sind „nur“ ein paar Beispiele, die zeigen, dass auf der Transitroute der Tod ständig lauert. Erhöhte Vorsicht sollte stets das oberste Gebot sein ...
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