Mediziner, Psychologin

Tiroler Expertise für die Winterspiele in Italien

Tirol
24.01.2026 19:00

Für die medizinische und psychologische Betreuung der Athleten bei den Olympischen Winterspielen braucht es viel Fachwissen und Vorbereitung. Zwei Tiroler Fachleute sind führend in Italien dabei und skizzieren, worauf es ankommt. 

Ist die notärztliche Versorgung an den Wettkampfstätten der Olympischen Spiele 2026 gewährleistet? Was brauchen Sportler für ihre Physiotherapie oder bei gesundheitlichen Problemen? Fragen wie diese muss die Medical Expert Group des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) beantworten. Den Vorsitz hat nicht zum ersten Mal Wolfgang Schobersberger, Direktor des Instituts für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus (ISAG) der Tirol Kliniken, inne.

Große Distanzen als Herausforderung
„Das beginnt mit der Begutachtung der medizinischen Pläne für jede Sporteinrichtung, umfasst Datenschutzrichtlinien und reicht bis zu Ablaufprozessen, wenn sich etwa eine Athletin oder ein Athlet verletzt. Diese werden alle im Vorfeld erarbeitet und von den internationalen Fachverbänden gemeinsam mit dem Veranstalter freigegeben“, gibt der Mediziner Einblick in seine Arbeit. Die Vorbereitungen laufen bereits seit eineinhalb Jahren, in denen Schobersberger alle Sportstätten besucht und sich mit den medizinischen Verantwortlichen ausgetauscht hat.

Eine Herausforderung der diesjährigen Spiele sind vor allem die großen Distanzen zwischen den einzelnen Austragungsorten: „Dies erfordert, dass wir heuer eigene Cluster mit ständigen Medical Experts in Bormio und Cortina stationieren“, erklärt Schobersberger.

Wolfgang Schobersberger und Mirjam Wolf bringen ihr Fachwissen bei den bald beginnenden ...
Wolfgang Schobersberger und Mirjam Wolf bringen ihr Fachwissen bei den bald beginnenden Winterspielen in Italien ein.(Bild: Christian Forcher/Fotoworxx)

Schobersberger sieht Mailand und Cortina d’Ampezzo gut aufgestellt: „Die Wettkampfstätten sind sehr erprobt und daher gut vorbereitet.“ Was sich der Mediziner für die Veranstaltung nicht wünscht: „Hohe Minusgrade, die für die Gesundheit der Sportler zum Problem werden können.“ Auch das Grassieren eines Virus könne ein Großevent zum Erliegen bringen.

Hilfe bei Krisen im Österreich-Team
Österreichs Olympiateam wird von ISAG-Sportpsychologin Mirjam Wolf unterstützt. Sie weiß Rat, wenn Stress und Enttäuschung die Athleten plagen. Wolf: „Großereignisse können belasten oder beflügeln. Wir sind da, um in Krisen zu helfen.“ Wolf wird in Livignio bei Bormio stationiert sein. Mit ihrer langjährigen Expertise ist sie auch Vertrauensperson und erste Ansprechperson für das gesamte Team in diversen Krisenfällen. „Wir arbeiten dort mit verschiedenen mentalen Tools und Techniken, um die Athletinnen und Athleten bestmöglich vorzubereiten und zu unterstützen“, erklärt Sportpsychologin.

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