PI Ziegelofenweg
Revierinspektor Dennis Richter (28)
Eine Gruppe von Jugendlichen. Aufgebracht, aggressiv. Allesamt Afghanen. Am Boden: Ein Mann mit stark blutender Wunde. Niedergestreckt mit einem Messer.
Revierinspektor Dennis Richter ist mit einer Kollegin als erster am Ort des Geschehens, der U6-Station Neue Donau. Die Kollegin behält die umstehende Menge im Auge, er eilt zum Verletzten und legt ihm einen Druckverband am Arm an. Scheinbar gerade noch rechtzeitig. Die alarmierte Rettung verfrachtet das Opfer sofort in einen Schockraum. Der Mann überlebt knapp.
Jetzt geht es auf die Suche nach Tatort und Täter. Blutspuren führen aus der Haltestelle zum Treppelweg, wo der Beamte das Messer findet. Doch wer ist der Täter? Die Befragung der Jugendlichen, die jede Beteiligung strikt von sich weisen, ist schwierig. Sprachbarriere.
Richter findet auf Tik Tok einen Stream mit der Tat, unterlegt in der Sprache Farsi, die er nicht spricht. Dennoch kann der Beamte ein Foto und einen Vornamen des Verdächtigen ermitteln. Der Polizist übermittelt dem Landeskriminalamt seine Erkenntnisse. Diese führen dazu, dass der Messerstecher, ein junger Afghane, aufgespürt und festgenommen werden kann.
„Für mich ist bereits die Nominierung zum Polizisten des Jahres eine große Ehre“, sagt der 28-jährige. Der gelernte Elektriker und Gebäudetechniker ist seit 2019 bei der Exekutive. Sein Rayon umfasst Strebersdorf, wo er – vom Einbruch bis zum Diebstahl – die gesamte Palette der Polizeiarbeit macht. In seiner Freizeit geht der sportliche Uniformierte in die Berge, laufen und ins Fitnessstudio oder erkundet mit seinem Motorrad die Gegend.







